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weitere Fördermöglichkeiten

Weitere Fördermöglichkeiten für den ländlichen Raum

Neben der LEADER-Förderung und der Förderung von Kleinprojekten über das Regionalbudget gibt es noch weitere Fördermöglichkeiten für den ländlichen Raum in Hessen.

Ergänzende Maßnahmen zur Förderung einer integrierten ländlichen Regionalentwicklung

Diese ergänzenden Maßnahmen werden umgangssprachlich auch Mainstream-Förderung gennant und sind in der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung verankert.


Kleinstunternehmen der Grundversorgung

Die Kleinstunternehmen sind ein wichtiger Bestandteil ländlicher Wirtschaftskraft. Sie bieten wohnortnahe Versorgung und stellen qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse. Dennoch haben der demografische Wandel, veränderte Lebensgewohnheiten, große Aktionsradien und Individualmobilität dazu beigetragen, dass der Bestand an Versorgungseinrichtungen gefährdet ist.
Vor diesem Hintergrund und wegen fehlender Fachkräfte sowie altersbedingter Unternehmensaufgaben sollen nunmehr Anreize geschaffen werden, die eine bedarfsorientierte Gründung und Entwicklung von Kleinstunternehmen des Handwerks und der Dienstleistungssektoren Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie, Betreuung, Gesundheit, Kultur, Mobilität erleichtern sowie Defizite in der Grundversorgung ausgleichen.

Gefördert werden können der Erwerb einer Betriebsstätte, bauliche Investitionen, langlebige Wirtschaftsgüter und die mit der Vorhabenumsetzung einhergehenden Ausgaben für Dienstleistungen (einschl. Architekten- und Ingenieursleistungen), bei der

  • Gründung und Entwicklung eines Kleinstunternehmens, wenn durch die Umsetzung des Vorhabens Arbeitsplätze (mind. Beschäftigungsäquivalent einer Vollzeitarbeitskraft) und ein Ausbildungsplatz geschaffen werden,
  • Gründung und Entwicklung eines Kleinstunternehmens, wenn durch die Umsetzung des Vorhabens Arbeitsplätze (mind. Beschäftigungsäquivalent einer Vollzeitarbeitskraft) oder ein Ausbildungsplatz geschaffen werden,
  • Gründung und Entwicklung eines Kleinstunternehmens ohne Schaffung von Arbeits- oder Ausbildungsplätzen.


Private Träger: 35% Förderquote, max. 50.000 - 100.000 Zuschuss


Kleinstunternehmen im Gastgewerbe

Die Förderung unterstützt die regionale Entwicklung ländlicher Räume durch die Gründung und Entwicklung von tourismusrelevanten und gastgewerblichen Kleinstunternehmen und flankiert damit gezielt öffentliche Investitionsvorhaben durch unternehmerisches Engagement. Die Förderung richtet sich insbesondere an Kleinstunternehmen, die die touristische Entwicklung ländlicher Räume unterstützen, zur Qualitätssteigerung beitragen, Regionalität und Nachhaltigkeit befördern sowie neue Arbeitsformen und digitale Anwendung umsetzen.

Gefördert werden können der Erwerb einer Betriebsstätte, bauliche Investitionen, langlebige Wirtschaftsgüter und die mit der Vorhabenumsetzung einhergehenden Ausgaben für Dienstleistungen (einschl. Architekten- und Ingenieursleistungen), bei der

  • Gründung und Entwicklung touristischer Kleinstunternehmen im Beherbergungsbereich,
  • Gründung und Entwicklung von Kleinstunternehmen im gastronomischen Bereich,
  • Gründung und Entwicklung von Kleinstunternehmen im Dienstleistungsbereich, die die Landtourismusstrategie stärken.


Private Träger als Unternehmen: 35 Prozent Förderquote, max. 100.000 Euro Zuschuss


Basisdienstleistungen und Infrastruktur

Die Förderung unterstützt die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse durch ein bedarfsgerechtes Dienstleistungs- und Infrastrukturangebot sowie die regionale Entwicklung in den Bereichen Tourismus und Naherholung.

Gefördert werden können die Vorbereitung und Umsetzung von Vorhaben unter Einbeziehung der Ausgaben für bauliche Investitionen, Maschinen und Ausstattungsgegenstände für

  • infrastrukturelle Vorhaben zur landtouristischen Entwicklung, Naherholung und der Landschafts- und Kulturgeschichte,
  • Vorhaben der lokalen Basisinfrastruktur sowie
  • die Vorbereitung (Machbarkeitsstudien), begleitende Umsetzung (Projektbegleitung), Marketingmaßnahmen und Evaluierung von Vorhaben.


Öffentliche-kommunale Träger: 65%, max. 75% Förderquote, max. 100.000 - 500.000 € Zuschuss
Öffentliche nicht-kommunale Träger: 65% Förderquote, max. 100.000 - 500.000 € Zuschuss
Nur unter "Vorhaben der lokalen Basisinfrastruktur" antragsberechtigt: Private Träger: 65 Prozent Förderquote, max. 500.000 Euro Zuschuss

 

Dorfentwicklung

Die Dorfentwicklung ist in der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung verankert.

Ziel der hessischen Dorfentwicklung ist, die Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum in allen Lebensbereichen zu gestalten sowie durch eine eigenständige Entwicklung die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Potenziale vor Ort zu mobilisieren.Der demografische und strukturelle Wandel erfordert eine nachhaltige Strategie, wie sich eine Kommune insgesamt entwickeln soll und welche Funktionen die einzelnen Stadt-/Ortsteile dabei übernehmen.
Die kommunale Gesamtstrategie auf der Grundlage eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) muss sich auf alle Stadt-/Ortsteile erstrecken und u.a. Aussagen darüber treffen, wie Nahversorgung und Infrastruktur längerfristig gesichert werden können. Dabei sind die Bürgermitwirkung ebenso wie der Aufbau von sozialen und kulturellen Netzwerken, die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Verringerung des Flächenverbrauchs eigenstän-dige Programmziele.

Um einen zielgerichteten Mitteleinsatz mit hohem Wirkungsgrad zu gewährleisten, werden die Fördermittel in einer begrenzten Anzahl anerkannter Förderschwerpunkte über einen in der Regel zehnjährigen Zeitraum zur Umsetzung der integrierten kommunalen Entwicklungskonzepte eingesetzt.

Antragsberechtigte für die Aufnahme einer Kommune in das Programm sind der Gemeinde-Vorstand oder der Magistrat.

 

weitere Informationen:
Flyer Dorfentwicklung im Wetteraukreis
Webseite des Wetteraukreises: Dorfentwicklung

Ansprechpartner:
Fachstelle Strukturförderung des Wetteraukreises

 

Dorfmoderation

Die Dorfmoderation ist in der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung verankert.

Demografischer und sozioökonomischer Wandel stellen viele ländliche Kommunen vor große Herausforderungen. Es sind vielfach Veränderungen erforderlich, um die Lebensqualität für die Bevölkerung aufrechtzuerhalten sowie zukunftsfähige Strukturen und Netzwerke zu schaffen. Betroffen sind viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in ländlich geprägten Gemeinden. Die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements und die soziale Integration von Flüchtlingen und Neubürgern sind weitere zu bewältigende Herausforderungen.
Solche kommunalen Entwicklungsprozesse können jedoch nur gelingen, wenn die Bürgerinnen und Bürger einbezogen und gemeinsam getragene sowie nachhaltige Lösungen erarbeitet werden.

Das Förderangebot richtet sich an Kommunen im ländlichen Raum, die nicht als Förderschwerpunkt der Dorfentwicklung anerkannt sind. Es darf nicht für die Vorbereitung eines Antrags zur Aufnahme in das Programm Dorfentwicklung und nicht ausschließlich für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ eingesetzt werden.

 

Weitere Informationen:
Flyer Dorfmoderation in Hessen
WIBank: Dorfmoderation

Ansprechpartner:
WIBank: Esther Fischer

 

Wettbewerb: "Unser Dorf hat Zukunft"

Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ist in der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der ländlichen Entwicklung verankert.

Mit dem hessischen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ werden das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und herausragende Ideen und Projekte zur zukunftsfähigen Entwicklung der hessischen Dörfer herausgestellt. Der Dorfwettbewerb lebt vom gemeinsamen Handeln der Menschen im Zusammenwirken mit der für die Gesamtentwicklung verantwortlichen Kommune. In einem gemeinsamen Entwicklungsprozess können so die Zusammenarbeit im Dorf vertieft und neue Ge­meinsamkeiten entdeckt werden. Positive Beispiele sollen zur Nachahmung anregen und erfolgrei­che nachhaltige Entwicklungen initiieren.

Ziel ist es, die Dorfgemeinschaft dazu zu bewegen, ihre Chancen zu erkennen und die Zukunft ihres Dorfes aktiv in die eigenen Hände zu nehmen. Der Wettbewerb soll für alle Beteiligten ein Anreiz sein, die Lebensqualität im Dorf zu verbessern und zu einer lebenswerten Zukunft für die nachfolgende Generation beizutragen. Dabei sind Arbeiten und Wohnen wichtige Faktoren. Darüber hinaus spielt das Dorf im ländlichen Raum eine wichtige Rolle für Erholung und Freizeit sowie für soziale und generationsübergreifende Verantwortungsübernahme.

Teilnahmeberechtigt sind alle räumlich geschlossenen Orte mit überwiegend dörflichem Charakter bis zu 3.000 Einwohner. Weiterhin sind Zusammenschlüsse von benachbarten Dörfern teilnahmeberechtigt, die sich einer zukunftsfähigen Entwicklung im Sinne des Dorfwettbewerbs verpflichtet haben und von ihrer Struktur her ländlich geprägt sind.

 

Weitere Informationen:
Leitfaden Unser Dorf hat Zukunft
Wetteraukreis: Unser Dorf hat Zukunft

Ansprechpartner:
Fachstelle Strukturförderung des Wetteraukreises

 

Starkes Dorf

Das Förderprogramm STARKES DORF – Wir machen mit! geht in die vierte Runde.

Seit Januar 2021 können wieder Anträge gestellt werden.

Gefördert werden Maßnahmen (Kleinprojekte), die den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Ortes bzw. eines Ortsteils stärken, den Zusammenhalt der Generationen fördern und die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern. So können zum Beispiel die Gestaltung eines Platzes, das Aufstellen einer Bank aber auch das gemeinsame Errichten eines Spiel- oder eines Grillplatzes bezuschusst werden. Nicht förderfähig sind einmalige Veranstaltungen, Feste, Märkte etc. Der jeweilige Zuschuss bewegt sich zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro. Das Projekt muss noch im Jahr 2021 abgeschlossen werden.

Das Programm ist als Wettbewerb konzipiert, um den sich Vereine, Verbände, Freiwilligenagenturen sowie gemeinnützige Organisationen und private Initiativen mit gemeinnützigem Träger bewerben können. Ortsbeiräte sind nicht antragsberechtigt. Für die Bearbeitung der Anträge ist die Reihenfolge des Eingangs maßgeblich. Nach Ausschöpfen des jährlichen Budgets können keine weiteren Anträge mehr berücksichtigt werden.

 

weitere Informationen:
Flyer Starkes Dorf
Hessische Staatskanzlei: Starkes Dorf

Ansprechpartner:
Land hat Zukunft: Dr. Martina Schaad von der Hessischen Staatskanzlei

 

Sonderprogramm Gaststätten

Der Förderaufruf startet am 20.09.2021 und endet am 17.10.2021.

Gefördert werden Gaststättenbetriebe,

  • die innerhalb der Gebietskulisse „Ländlicher Raum“ des Entwicklungsplanes für den ländlichen Raum 2014-2020 oder außerhalb dieser Gebietskulisse in Orts-/ Stadtteilen mit bis zu 3.000 Einwohnern /Einwohnerinnen liegen
  • die Speisen und Getränke ausgeben
  • die eine Gewerbeanzeige der zuständigen Kommune vorlegen können
  • deren fachliche und wirtschaftliche Tragfähigkeit an Hand eines Geschäftsplanes über einen 3jährigen Prognosezeitraum dokumentiert werden kann
  • anteilig mit 45% der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 200.000 Euro verlorener Zuschuss; die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen mindestens 15.000 Euro betragen.
  • deren Fördergegenstand zweckentsprechend verwendet wird und nach Abschlusszahlung nicht innerhalb des Zweckbindungszeitraumes von
    • 15 Jahren für geförderte Bauten und bauliche Anlagen
    • 7 Jahren für Maschinen, technische Einrichtungen und Geräte
      veräußert oder nicht mehr dem Zuwendungszweck entsprechend verwendet wird. Der Zweckbindungszeitraum wird im Zuwendungsbescheid festgelegt.

 

weitere Informationen:
Merkblatt zu der Richtlinie des Landes Hessen für das Sonderprogramm zur Stärkung der Gastronomie im ländlichen Raum
WIBank: Sonderprogramm Gaststätten

Ansprechpartner: WIBank