Corona-Infos

Auswirkungen des Corona-Virus

Informationen und Unterstützungsangebote für Unternehmen

Als Wirtschaftsförderung für den Wetteraukreis möchten wir unsere Wetterauer Betriebe in der Krisenzeit bestmöglich unterstützen und einen Überblick über die verfügbaren Konjunktur- und Finanzierungsprogramme bieten.
Diese Seite wird ständig aktualisiert.

Hinweise für Arbeitgeber zum Arbeitsschutz in Zeiten von Corona, u.a. die wöchentlich vorgeschriebenen Testangebote für Arbeitnehmer, finden Sie hier.

Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise kann auch auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) tagesaktuell eingesehen werden. Eine weitere ausführliche Übersicht sämtlicher zur Verfügung stehender Unterstützungsprogramme finden Sie auch bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank des Landes Hessen.


Überbrückungshilfe III

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt (Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche).

Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen, daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt, Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.

Unternehmen können bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten. Es gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts.

Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

  • bis zu 40 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 30 % und 50 %
  • bis zu 60 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %
  • bis zu 100 % der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 %

Es gibt es einen Musterkatalog fixer Kosten, die berücksichtigt werden können: insbesondere Mieten und Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen, Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, etc. Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert. Schließlich können bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten gefördert werden sowie Marketing- und Werbekosten.

Neuer Eigenkapitalzuschuss für betroffene Unternehmen

Alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Anspruchsberechtigt für den EK Zuschuss sind daher ausschließlich Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021. Der EK Zuschuss zur Substanzstärkung beträgt min. 25% und max. 40% der förderfähigen Fixkosten.

Anpassungen an die Bedürfnisse von Einzelhändlern:

Da die Corona-Pandemie die Existenz vieler Einzelhändler in den Innenstädten bedroht, werden nun auch besondere Regeln für diese Branche geschaffen. Einzelhändler sollen nicht auf den Kosten für Saisonware sitzenbleiben, die aufgrund der angeordneten Geschäftsschließung nicht mehr oder nur mit erheblichen Wertverlusten verkauft werden konnte.

Einzelhändler können daher unter bestimmten Voraussetzungen ihre Abschreibungen auf das Umlaufvermögen bei den Fixkosten berücksichtigen. Diese Warenabschreibungen können zu 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden. Dies ergänzt die bereits vorgesehene Möglichkeit, handelsrechtliche Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von 50 Prozent des Abschreibungsbetrages als förderfähige Kosten in Ansatz zu bringen. Die Regelung betrifft Wertverluste aus verderblicher Ware oder sonst einer dauerhaften Wertminderung unterliegender Ware (d.h. saisonale Ware der Wintersaison 2020/2021), die im Jahr 2020 eingekauft wurden. Die Warenwertabschreibung berechnet sich aus der Differenz der kumulierten Einkaufspreise und der kumulierten Abgabepreise für die gesamte betrachtete Ware. Sonstiger Aufwand bleibt dabei unberücksichtigt; dies gilt insbesondere für den Einkaufs- und Verkaufsaufwand.

Die Überbrückungshilfe kann seit dem 11. Februar über die Online-Plattform der Überbrückungshilfe beantragt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Die Antragstellung wird in einem bundesweit einheitlichen und vollständig digitalisierten Verfahren ausschließlich von einem vom Antragsteller beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer durchgeführt. Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe III finden Sie hier. Die Anfragsfrist endet am 31. August 2021.


Neustarthilfe für Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften unterstützt, die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden. Sie erhalten einen Vorschuss von bis zu 7. 500 Euro (bzw. bis zu 30.000 Euro als Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) für den Zeitraum Januar bis Juni 2021.

Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird. Die Betriebskostenpauschale wird zu Beginn der Laufzeit als Vorschuss ausgezahlt, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 noch nicht feststehen. Haben die Soloselbständigen und kleine Kapitalgesellschaften im Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 Umsatzeinbußen von über 60 Prozent zu verzeichnen, dürfen sie die Neustarthilfe in voller Höhe behalten. Andernfalls ist die Neustarthilfe (anteilig) zurückzuzahlen.

Der Zuschuss zu den Betriebskosten ist aufgrund seines betrieblichen Charakters nicht auf Leistungen der Grundsicherung anzurechnen. Auch bei der Ermittlung des Einkommens zur Bestimmung des Kinderzuschlags findet er keine Berücksichtigung.

Eine gleichzeitige Antragstellung für eine Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III ist nicht möglich. Der Antrag kann direkt gestellt werden unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung. Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.

Außerordentliche Wirtschaftshilfen - November- und Dezemberhilfe

Die Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbststständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen erfasst sind. Antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten, unabhängig von der Rechtsform. Auch diejenigen Unternehmen, die zwar nicht direkt von einer staatlichen Schließungsanordnung betroffen sind, aber faktisch dennoch an der Ausübung ihres Gewerbes gehindert sind, sind direkt antragsberechtigt. Dies gilt für alle Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Unternehmen, die bundesweit erst ab Mitte Dezember 2020 schließen mussten (u.a. Friseursalons, Einzelhandel), sind nicht antragsberechtigt. Sie sollten eine Antragstellung auf Überbrückungshilfe prüfen.

Mit der November- und Dezemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im jeweiligen Vergleichsmonat 2019 gewährt. Die Hilfe wird als einmalige Kostenpauschale ausbezahlt. Unternehmen sollen damit insbesondere ihre Fixkosten decken können, die trotz der temporären Schließung anfallen. Um das Verfahren so einfach wie möglich zu halten, werden diese Kosten über den Umsatz angenähert. Bezugspunkt ist der durchschnittliche wöchentliche Umsatz im November 2019.

Soloselbstständige haben ein Wahlrecht: sie können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November oder Dezember 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Damit wird auch Soloselbstständigen geholfen, die im November 2019 keinen Umsatz hatten.

Die November- und Dezemberhilfen werden bis zu einer Obergrenze von 1 Millionen Euro gewährt, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU). Andere staatliche Leistungen, wie z. B. die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld werden auf die Novemberhilfe angerechnet. Reine Liquiditätshilfen, wie zum Beispiel rückzahlbare KfW-Kredite, werden nicht angerechnet.

Die Antragstellung erfolgt elektronisch durch SteuerberaterIinnen, WirtschaftsprüferIinnen, vereidigte BuchprüferIinnen oder RechtsanwältIinnen über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Soloselbstständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können mit dem Direktantrag im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) bis zu 5.000,- Euro beantragen.

Um kurzfristige Hilfen zu gewährleisten wurden zunächst Abschlagszahlungen gewährt, in Höhe von bis zu 5.000 Euro für Soloselbstständige und bis zu 50.000 Euro (seit 11. Dezember) für andere Unternehmen (bis zu 50 % der insgesamt beantragten Summe).

Die Auszahlungen der vollständigen Wirtschaftsftshilfen erfolgen seit dem 12.01.2021 (Novemberhilfe) bzw. seit dem 01.02.2021 (Dezemberhilfe).

Weitere Informationen zur Außerordentlichen Wirtschaftshilfe finden Sie in den FAQ´s des Bundesfinanziministeriums.

Die Fristen zur Beantragung der November- und Dezemberhilfen sind einheitlich bis zum 30. April 2021 verlängert worden.


Notfallkasse Hessen

Die Notfallkasse Hessen soll die erlittenen wirtschaftlichen Schäden und Nachteile hessischer Unternehmen, nicht-öffentlichen Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger, die die Folgen der COVID-19-Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen hat, abmildern – und zwar bei denjenigen, die diese Schäden und Nachteile nicht aus anderen Programmen ausgleichen können oder denen der vertretbare Einsatz eigener Mittel bzw. die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen nicht möglich ist. Dafür stellt das Land Hessen bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Einzelunterstützung soll im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen und Betriebe und nichtöffentliche Institutionen aller Größenklassen mit Sitz in Hessen.
  • Anträge können bis zum 30. Juni 2021 über ein Onlineportal auf der Website des Regierungspräsidiums Kassel gestellt werden.
  • Eine sogenannte Billigkeitskommission mit Vertreterinnen und Vertretern der Staatskanzlei, des Wirtschafts-, des Finanz-, des Innen- und des Sozialministeriums wird die Prüfung übernehmen und über die Unterstützung durch die Notfallkasse Hessen entscheiden.

Grundsicherung

Wenn Ihnen als Unternehmer/-in oder Soloselbstständige/-r die Mittel zur Bestreitung Ihres allgemeinen Lebensunterhaltes fehlen, haben Sie die Möglichkeit Grundsicherung zu beantragen. Die Zugangsvoraussetzungen zur Grundsicherung sind im Zuge der Corona-Krise deutlich gelockert worden. So findet für die ersten sechs Bezugsmonate keine Vermögensprüfung statt. Außerdem werden im gleichen Zeitraum die Ausgaben für Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.

Für die Beantragung der Grundsicherung wenden Sie sich an das Jobcenter Wetterau.


Kurzarbeitergeld

Die bisherigen Kurzarbeiterregelungen sind zielgerichtet angepasst worden. Dabei wurden erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht bereits, wenn mind. 10 % der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall haben
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

Für Betriebe, die bis zum 31.12.2020 Kurzarbeit eingeführt haben gilt darüber hinaus nun eine verlängerte Bezugsdauer von bis zu 24 Monaten, längstens bis zum 31.12.2021.

Zuständig für die Bearbeitung von Kurzarbeiteranträgen im Wetteraukreis ist der Arbeitgeber-Service Wetterau: Wetterau.arbeitgeber(a)arbeitsagentur.de.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Website der Bundesagentur für Arbeit oder bei der Unternehmerhotline der Bundesagentur, unter: 0800 45555 20.


Liquiditätshilfen (Darlehensförderung)

  • Der Zugang zu Unternehmenskrediten wurde deutlich erleichtert. Einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsprogramme in Hessen erhalten Sie bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank des Landes Hessen (WI-Bank) und bei der KfW-Bank.
  • Für Unternehmen, die krisenbedingt vorübergehend in ernsthaftere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, wurde die Risikotoleranz der KfW krisenadäquat erhöht.
  • Bei den Bürgschaftsbanken wurde darüber hinaus der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Bürgschaftsverfahren wurden beschleunigt und vereinfacht, um eine schnelle Kreditvergabe zu ermöglichen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie bei der Bürgschaftsbank Hessen.

Hinweis: Im neu aufgelegten Programm des KfW-Schnellkredites erfolgt eine 100 % Risikoübernahme durch die KfW. Eine zusätzliche Risikoprüfung durch die Hausbank findet daher nicht statt. Das Programm ist vorgesehen für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind. Weitere Informationen zum KfW-Schnellkredit erhalten Sie hier.

Für die Beantragung von Unternehmenskrediten wenden Sie sich zunächst an Ihre Hausbank.

Programm Hessen-Mikroliquidität für Kleinunternehmen

Für Kleinunternehmen hat das Land Hessen darüber hinaus einen besonders geförderten Überbrückungskredit auf den Weg gebracht. Das Programm Hessen-Mikroliquidität stellt Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern Kredite zwischen 3.000 und 35.000 Euro zur Verfügung. Antragsteller benötigen keine banküblichen Sicherheiten und müssen keine Gebühren entrichten. Die Darlehenslaufzeit beträgt sieben Jahre, die ersten zwei Jahre sind tilgungsfrei. Der Zinssatz liegt bei 0,75 Prozent p.a.

Weitere Informationen zum Programm Hessen-Mikroliquidität sowie zur Antragstellung über einen Kooperationspartner finden Sie hier.

Mit dem Programm Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen bietet die WI-Bank ein weiteres gefördertes Darlehen an, das von Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden in Anspruch genommen werden kann. Dabei werden Kreditbeträge zwischen 5.000 und 500.000 Euro mit zwei zur Auswahl stehenden Laufzeitvarianten bereitgestellt:

  • Zwei Jahre mit endfälliger Tilgung (0,85 % p.a. nominal)
  • Fünf Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren, danach Tilgung in gleichbleibenden vierteljährlichen Raten zum Quartalsende (0,90 % p.a. nominal)

Wie auch bei der Hessen-Mikroliquidität werden keine banküblichen Sicherheiten gefordert. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Antragstellung finden Sie hier.

Das Programm "Hessen-Mikroliquidität" ist verlängert worden und kann bis zum 30. Juni 2021 beantragt werden.


HessenFonds

Mit dem HessenFonds für Wirtschaftsstabilisierungsmaßnahmen stellt das Land Hessen über Bürgschaften oder eigenkapitalstärkende Mittel neue Liquidität bereit. Der HessenFonds richtet sich in erster Linie an den hessischen Mittelstand und ist subsidiär gegenüber anderen Finanzierungen z.B. durch Hausbanken oder andere Corona-Hilfsprogramme sowie dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes.

Der HessenFonds sieht grundsätzlich zwei Stabilisierungsinstrumente und deren Kombinationsmöglichkeit vor:

  • Bürgschaften für Bankkredite (Bürgschaft ab 2,5 Mio. Euro)
  • Stille Beteiligungen (in der Regel bis 25 Mio. Euro).

Förderfähige Zielgruppe und Voraussetzungen der Förderung

Antragsberechtigt sind Unternehmen der Realwirtschaft, welche die Antragsvoraussetzungen erfüllen, sofern sie nicht schon Stabilisierungsmaßnahmen durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten haben.

Gefördert werden können Unternehmen mit Sitz oder wesentlichem Tätigkeitsschwerpunkt in Hessen, die im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020 eine Bilanzsumme von mehr als 10 Mio. Euro ausweisen und zusätzlich Umsatzerlöse von mehr als 10 Mio. Euro und höchstens 50 Mio. Euro erwirtschaftet haben oder zwischen 50 und 249 Mitarbeitende beschäftigt haben oder Start-ups sind (unabhängig von den vorgenannten Größenkriterien), die seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit mindestens 5 Mio. Euro bewertet wurden (einschließlich des eingeworbenen Kapitals). 

Geltende Konditionen, Antragsfrist und Antragstellung

Neben einer Antragsgebühr trägt der Antragsteller die Verfahrenskosten. Weiterhin sind an laufenden Kosten  für Garantien jährliche Vergütungen und für stille Beteiligungen risikobasierte Zinszahlungen vorgesehen. Garantien können bis zum 30. Juni 2021 gewährt werden. Stille Beteiligungen können bis zum 30. September 2021 gewährt werden (Antragsschluss voraussichtlich im Juli 2021).

Anträge sind bei der WIBank schriftlich zu stellen (vorab elektronische Übermittlung an hessenfonds(a)wibank.demöglich). Weitere Informationen zum HessenFonds sowie zur Antragstellung finden Sie hier

Steuerstundung

  • Die Gewährung von Steuerstundungen wurde erleichtert. Die Finanzbehörden können Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Die Finanzverwaltung wird angewiesen, dabei keine strengen Anforderungen zu stellen.
  • Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt.
  • Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z.B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an Ihr zuständiges Finanzamt in Friedberg oder Nidda.


Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Seit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2020/2021 Anfang August stehen für Ausbildungsbetriebe, die von der Corona-Krise betroffen sind, ein Budget von insgesamt 410 Mio.€ zur Verfügung.

Ziel der Förderung ist es, Ausbildungsplätze zu erhalten und zusätzliche zu schaffen. Außerdem soll Kurzarbeit für Auszubildende vermieden und die Übernahme bei Insolvenzen gefördert werden.

Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen sowie in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/oder Altenpflegegesetz oder in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes und landesrechtlich geregelt sind.

Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss von 2.000€. Bei der zusätzlichen Schaffung eines Ausbildungsplatzes greift die "Arbeitsplatzprämie plus" mit einem Zuschuss von 3.000€. Unternehmen können nur eine Prämie pro Ausbildungsvertrag erhalten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.


Förderung für hessische Gastronomiebetriebe

Als besondere Unterstützung in der Corona-Pandemie können hessische Gaststätten ab dem 1. April 2021 Zuschüsse zur Anschaffung von Kühlgeräten, Spülmaschinen, Herden und anderen Wirtschaftsgütern erhalten. Dies teilten Umweltministerin Priska Hinz und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden mit. Die Förderung besteht aus einem Festbetrag von 1.500 Euro für Investitionen von mindestens 2.000 Euro.

In 2021 stehen rund 2 Mio. Euro für ca. 1.350 Betriebe bereit. Die Mittel fließen zur Hälfte in den ländlichen Raum und zur Hälfte in urbane Gebiete. Für das bis Ende 2022 laufende Programm stellen Umwelt- und Wirtschaftsministerium insgesamt 3,4 Mio. Euro bereit. Übersteigen die Anträge die zur Verfügung stehenden Mittel, entscheidet das Los.

Anträge sind ab Donnerstag, 01. April, 09.00 Uhr per E-Mail an die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen zu richten. Die Bewerbungsfrist dieser ersten Förderrunde endet am 09. April 2021

Antragsberechtigt sind Gaststätten mit eigenem Gastraum, die sowohl Speisen als auch Getränke anbieten, höchstens 49 Beschäftigte zählen und einen Jahresumsatz von höchstens 10 Millionen Euro erzielen. Auch Desinfektionsständer und Außenzelte werden gefördert, allerdings keine Heizgeräte für den Außenbereich.

Weitere Informationen sowie den Link zum Antragsprozess finden Sie hier.


Perspektivenberatung

Sie haben weiteren Beratungsbedarf oder benötigen kurzfristige Unterstützung?

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu max. 60 %. Eine solche geförderte Perspektivenberatung erhalten Sie unter anderem bei der Beratungsorganisation RKW Hessen.


Sollten bei der konkreten Antragsstellung der oben genannten Hilfsprogrammen Schwierigkeiten auftreten, steht Ihnen die Wirtschaftsförderung Wetterau gerne unterstützend zur Seite. Sprechen Sie uns bitte an!