Corona-Infos

Auswirkungen des Corona-Virus

Informationen und Unterstützungsangebote für Unternehmen

Als Wirtschaftsförderung für den Wetteraukreis möchten wir unsere Wetterauer Betriebe in der Krisenzeit bestmöglich unterstützen und einen Überblick über die verfügbaren Konjunktur- und Finanzierungsprogramme bieten.
Diese Seite wird ständig aktualisiert.

Hinweise für Arbeitgeber zum Arbeitsschutz in Zeiten von Corona finden Sie hier.

Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise kann auch auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) tagesaktuell eingesehen werden.


Außerordentliche Wirtschaftshilfen - November- und Dezemberhilfe

Die Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbststständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen erfasst sind. Antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten, unabhängig von der Rechtsform.

Auch diejenigen Unternehmen, die zwar nicht direkt von einer staatlichen Schließungsanordnung betroffen sind, aber faktisch dennoch an der Ausübung ihres Gewerbes gehindert sind, sind direkt antragsberechtigt. Dies gilt für alle Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungs-Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Mit der November- und Dezemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im jeweiligen Vergleichsmonat 2019 gewährt. Die Hilfe wird als einmalige Kostenpauschale ausbezahlt. Unternehmen sollen damit insbesondere ihre Fixkosten decken können, die trotz der temporären Schließung anfallen. Um das Verfahren so einfach wie möglich zu halten, werden diese Kosten über den Umsatz angenähert. Bezugspunkt ist der durchschnittliche wöchentliche Umsatz im November 2019.

Soloselbstständige haben ein Wahlrecht: sie können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November oder Dezember 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Damit wird auch Soloselbstständigen geholfen, die im November 2019 keinen Umsatz hatten.

Die Novemberhilfe wird bis zu einer Obergrenze von 1 Millionen Euro gewährt, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU). Andere staatliche Leistungen, wie z. B. die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld werden auf die Novemberhilfe angerechnet. Reine Liquiditätshilfen, wie zum Beispiel rückzahlbare KfW-Kredite, werden nicht angerechnet.

Die Antragstellung erfolgt elektronisch durch SteuerberaterIinnen, WirtschaftsprüferIinnen, vereidigte BuchprüferIinnen oder RechtsanwältIinnen über die Überbrückungshilfe-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Soloselbstständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können mit dem Direktantrag im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) bis zu 5.000,- Euro beantragen.

Um kurzfristige Hilfen zu gewährleisten sollen ab Ende November zunächst Abschlagszahlungen gewährt werden, in Höhe von bis zu 5.000 Euro für Soloselbstständige und bis zu 50.000 Euro (seit 11. Dezember) für andere Unternehmen (bis zu 50 % der insgesamt beantragten Summe).

Antragsteller, die bereits eine auf 10.000 Euro gedeckelte Abschlagszahlung erhalten haben, werden eine weitere Abschlagszahlung bis zum Höchstbetrag von 50.000 Euro erhalten. Spätestens Anfang Januar werden die Zahlungen abgeschlossen sein.

Auszahlungen und Abschlagszahlungen für die Dezemberhilfe starten voraussichtlich Anfang Januar 2021.

Weitere Informationen zur Außerordentlichen Wirtschaftshilfe finden Sie in den FAQ´s des Bundesfinanziministeriums.

Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31.01.2021 gestellt werden.
Anträge auf Dezemberhilfe können bis zum 31.03.2021 gestellt werden.


Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen (2. Phase)

Die Überbrückungshilfe steht branchenübergreifend kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung, die ihre Geschäftstätigkeit infolge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.

Die Überbrückungshilfe ist für die Fördermonate September bis Dezember 2020 in die zweite Phase gestartet und im Vergleich zum ersten Förderzeitraum (Juni-August) deutlich ausgeweitet worden!

Konkret sind nun Unternehmen antragsberechtigt, die entweder einen Umsatzeinbruch in Höhe von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten erlitten haben, oder die im selben Zeitraum insgesamt einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % pro Monat verzeichnen mussten. Bei einem Umsatzrückgang von weniger als 30 % wird weiterhin keine Überbrückungshilfe ausgezahlt. Auch Soloselbstständige und Freiberufler können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvoraussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen.

Die Überbrückungshilfe ist ein monatlicher Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten der Monate Juni bis Dezember. Die Förderhöhe berechnet sich an den Umsatzrückgängen gegenüber dem Vorjahresmonat.

Erstattet werden:

  • 40 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 30 % und 50 %
  • 60 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %
  • 90 % der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 %

Um auch kleinen Unternehmen mit wenigen Beschäftigen und sehr hohen Fixkosten spürbar zu helfen, sind ab September die entsprechenden Höchstgrenzen der Überbrückungshilfe entfallen. Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt nun unabhängig von der Beschäftigtenzahl 50.000 Euro pro Monat. Damit können Unternehmen je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten für die vier Monate bis Dezember 2020 bis zu 200.000 Euro an Zuschüssen erhalten.

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten.

Die Überbrückungshilfe erfordert ein zweistufiges Antragsverfahren über eine/-n beauftragte/-n SteuerberaterIn, WirtschaftsprüferIn oder vereidigte/-n BuchprüferIn. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020 und kann ab sofort beantragt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021.

Die Antragstellung erfolgt über die bundesweit einheitliche Überbrückungshilfen-Plattform (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Weitere Informationen finden Sie beim Bundesfinanzministerium.


Überbrückungshilfe III

Die Überbrückungshilfe ist für den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 verlängert und zusätzlich ausgeweitet worden. Die bisher vorgesehenen unterschiedlichen Zugangswege zur Überbrückungshilfe III werden vereinfacht. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Sie können die Überbrückungshilfe III für den betreffenden Monat beantragen. Ein darüberhinausgehender Nachweis entfällt.

Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen, daher sind Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt, Leistungen nach der Überbrückungshilfe II für diese Monate werden angerechnet.

Der monatliche Höchstbetrag ist deutlich ausgeweitet worden. Unternehmen können bis zu 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe pro Monat erhalten (statt 200.000 bzw. 500.000 Euro). Allerdings gelten die Obergrenzen des europäischen Beihilferechts. Nach den Beihilfevorschriften sind derzeit insgesamt maximal 4 Millionen Euro an staatlichen Hilfen pro Unternehmen über die Kleinbeihilfe- und Fixkostenregelung möglich.

Der Höchstbetrag der Abschlagszahlungen wird auf 100.000 Euro angehoben. Erste Abschlagszahlungen sind im Februar zu erwarten, die endgültige Bescheidung durch die Länder ab März.

Die Höhe der Zuschüsse orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

  • 40 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 30 % und 50 %
  • 60 % der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50 % und 70 %
  • 90 % der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 %

Um das Verfahren möglichst unbürokratisch und einfach auszugestalten, gibt es einen Musterkatalog fixer Kosten, die berücksichtigt werden können: insbesondere Mieten und Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen, Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, etc. Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert. Schließlich können bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten gefördert werden sowie Marketing- und Werbekosten.

Anpassungen an die Bedürfnisse von Einzelhändlern

Da die Corona-Pandemie die Existenz vieler Einzelhändler in den Innenstädten bedroht, werden nun auch besondere Regeln für diese Branche geschaffen. Einzelhändler sollen nicht auf den Kosten für Saisonware sitzenbleiben, die aufgrund der angeordneten Geschäftsschließung nicht mehr oder nur mit erheblichen Wertverlusten verkauft werden konnte.

Einzelhändler können daher unter bestimmten Voraussetzungen ihre Abschreibungen auf das Umlaufvermögen bei den Fixkosten berücksichtigen. Diese Warenabschreibungen können zu 100 Prozent als Fixkosten zum Ansatz gebracht werden. Dies ergänzt die bereits vorgesehene Möglichkeit, handelsrechtliche Abschreibungen für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von 50 Prozent des Abschreibungsbetrages als förderfähige Kosten in Ansatz zu bringen. Die Regelung betrifft Wertverluste aus verderblicher Ware oder sonst einer dauerhaften Wertminderung unterliegender Ware (d.h. saisonale Ware der Wintersaison 2020/2021), die im Jahr 2020 eingekauft wurden. Die Warenwertabschreibung berechnet sich aus der Differenz der kumulierten Einkaufspreise und der kumulierten Abgabepreise für die gesamte betrachtete Ware. Sonstiger Aufwand bleibt dabei unberücksichtigt; dies gilt insbesondere für den Einkaufs- und Verkaufsaufwand.

Neustarthilfe

Die neue Überbrückungshilfe III umfasst auch die sogenannte "Neustarthilfe für Soloselbstständige". Damit soll der besonderen Situation von Soloselbstständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstler und Kulturschaffenden, Rechnung getragen werden. Die Neustarthilfe steht Soloselbstständigen zu, die ihr EInkommen im Jahr 2019 zu mindestens 51 Prozent aus ihrer selbstständigen Tätigkeit erzielt haben.

Die volle Betriebskostenpauschale erhält, wessen Umsatz im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem sechsmonatigen Referenzumsatz 2019 um 60 Prozent oder mehr zurückgegangen ist. Die Bedingungen der einmaligen Betriebskostenpauschale wurden deutlich verbessert. Sie wurde auf 50 Prozent des Referenzumsatzes verdoppelt; bisher waren 25 Prozent vorgesehen. Der Referenzumsatz beträgt im Regelfall 50 Prozent des Gesamtumsatzes 2019. Damit beträgt die Betriebskostenpauschale normalerweise 25 Prozent des Jahresumsatzes 2019. Für Antragstellende, die ihre selbständige Tätigkeit erst ab dem 1. Januar 2019 aufgenommen haben, gelten besondere Regeln. Die maximale Höhe beträgt 7.500 Euro; bisher waren 5.000 Euro vorgesehen. Bei einem Umsatz von 20.000 Euro (Durchschnittsumsatz in der Künstlersozialkasse) werden also 5.000 Euro Neustarthilfe gezahlt (50 Prozent des Referenzumsatzes für sechs Monate 2019, 10.000 Euro).

Die Betriebskostenpauschale wird zu Beginn der Laufzeit als Vorschuss ausgezahlt, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Januar 2021 bis Juni 2021 noch nicht feststehen. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei über 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen.

Der Zuschuss zu den Betriebskosten ist aufgrund seines betrieblichen Charakters nicht auf Leistungen der Grundsicherung anzurechnen. Auch bei der Ermittlung des Einkommens zur Bestimmung des Kinderzuschlags findet er keine Berücksichtigung.

Bisher ist nicht bekannt, ab wann die Überbrückungshilfe III über die IT-Plattform der Überbrückungshilfe (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) beantragt werden kann. Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe III finden Sie hier.


Notfallkasse Hessen

Die Notfallkasse Hessen soll die erlittenen wirtschaftlichen Schäden und Nachteile hessischer Unternehmen, nicht-öffentlichen Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger, die die Folgen der COVID-19-Pandemie unvorhersehbar und in besonderem Maße getroffen hat, abmildern – und zwar bei denjenigen, die diese Schäden und Nachteile nicht aus anderen Programmen ausgleichen können oder denen der vertretbare Einsatz eigener Mittel bzw. die Inanspruchnahme von weiteren Finanzierungsalternativen nicht möglich ist. Dafür stellt das Land Hessen bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Einzelunterstützung soll im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen und Betriebe und nichtöffentliche Institutionen aller Größenklassen mit Sitz in Hessen.
  • Anträge können bis zum 30. Juni 2021 über ein Onlineportal auf der Website des Regierungspräsidiums Kassel gestellt werden.
  • Eine sogenannte Billigkeitskommission mit Vertreterinnen und Vertretern der Staatskanzlei, des Wirtschafts-, des Finanz-, des Innen- und des Sozialministeriums wird die Prüfung übernehmen und über die Unterstützung durch die Notfallkasse Hessen entscheiden.

Grundsicherung

Wenn Ihnen als Unternehmer/-in oder Soloselbstständige/-r die Mittel zur Bestreitung Ihres allgemeinen Lebensunterhaltes fehlen, haben Sie die Möglichkeit Grundsicherung zu beantragen. Die Zugangsvoraussetzungen zur Grundsicherung sind im Zuge der Corona-Krise gelockert worden. So findet für die ersten sechs Bezugsmonate keine Vermögensprüfung statt. Außerdem werden im gleichen Zeitraum die Ausgaben für Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.

Für die Beantragung der Grundsicherung wenden Sie sich an das Jobcenter Wetterau. Die erleichterte Beantragung der Grundsicherung ist voraussichtlich bis zum 31. März 2021 möglich.


Kurzarbeitergeld

Die bisherigen Kurzarbeiterregelungen sind zielgerichtet angepasst worden. Dabei wurden erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht bereits, wenn mind. 10 % der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall haben
  • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer
  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

Für Betriebe, die bis zum 31.12.2020 Kurzarbeit eingeführt haben gilt darüber hinaus nun eine verlängerte Bezugsdauer von bis zu 24 Monaten, längstens bis zum 31.12.2021.

Zuständig für die Bearbeitung von Kurzarbeiteranträgen im Wetteraukreis ist der Arbeitgeber-Service Wetterau: Wetterau.arbeitgeber(a)arbeitsagentur.de.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Website der Bundesagentur für Arbeit oder bei der Unternehmerhotline der Bundesagentur, unter: 0800 45555 20.


Liquiditätshilfen (Darlehensförderung)

  • Der Zugang zu Unternehmenskrediten wurde deutlich erleichtert. Einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsprogramme in Hessen erhalten Sie bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank des Landes Hessen (WI-Bank) und bei der KfW-Bank.
  • Für Unternehmen, die krisenbedingt vorübergehend in ernsthaftere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, wurde die Risikotoleranz der KfW krisenadäquat erhöht.
  • Bei den Bürgschaftsbanken wurde darüber hinaus der Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Bürgschaftsverfahren wurden beschleunigt und vereinfacht, um eine schnelle Kreditvergabe zu ermöglichen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie bei der Bürgschaftsbank Hessen.

Hinweis: Im neu aufgelegten Programm des KfW-Schnellkredites erfolgt eine 100 % Risikoübernahme durch die KfW. Eine zusätzliche Risikoprüfung durch die Hausbank findet daher nicht statt. Das Programm ist vorgesehen für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind. Weitere Informationen zum KfW-Schnellkredit erhalten Sie hier.

Für die Beantragung von Unternehmenskrediten wenden Sie sich zunächst an Ihre Hausbank.

Programm Hessen-Mikroliquidität für Kleinunternehmen

Für Kleinunternehmen hat das Land Hessen darüber hinaus einen besonders geförderten Überbrückungskredit auf den Weg gebracht. Das Programm Hessen-Mikroliquidität stellt Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern Kredite zwischen 3.000 und 35.000 Euro zur Verfügung. Antragsteller benötigen keine banküblichen Sicherheiten und müssen keine Gebühren entrichten. Die Darlehenslaufzeit beträgt sieben Jahre, die ersten zwei Jahre sind tilgungsfrei. Der Zinssatz liegt bei 0,75 Prozent p.a.

Weitere Informationen zum Programm Hessen-Mikroliquidität sowie zur Antragstellung über einen Kooperationspartner finden Sie hier.

Mit dem Programm Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen bietet die WI-Bank darüber hinaus ein weiteres gefördertes Darlehen an, das von Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden in Anspruch genommen werden kann. Dabei werden Kreditbeträge zwischen 5.000 und 500.000 Euro mit zwei zur Auswahl stehenden Laufzeitvarianten bereitgestellt:

  • Zwei Jahre mit endfälliger Tilgung (0,85 % p.a. nominal)
  • Fünf Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren, danach Tilgung in gleichbleibenden vierteljährlichen Raten zum Quartalsende (0,90 % p.a. nominal)

Wie auch bei der Hessen-Mikroliquidität werden keine banküblichen Sicherheiten gefordert. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Antragstellung finden Sie hier.


HessenFonds

Mit dem HessenFonds für Wirtschaftsstabilisierungsmaßnahmen stellt das Land Hessen über Bürgschaften oder eigenkapitalstärkende Mittel neue Liquidität bereit. Der HessenFonds richtet sich in erster Linie an den hessischen Mittelstand und ist subsidiär gegenüber anderen Finanzierungen z.B. durch Hausbanken oder andere Corona-Hilfsprogramme sowie dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes.

Der HessenFonds sieht grundsätzlich zwei Stabilisierungsinstrumente und deren Kombinationsmöglichkeit vor:

  • Bürgschaften für Bankkredite (Bürgschaft ab 2,5 Mio. Euro)
  • Stille Beteiligungen (in der Regel bis 25 Mio. Euro).

Förderfähige Zielgruppe und Voraussetzungen der Förderung

Antragsberechtigt sind Unternehmen der Realwirtschaft, welche die Antragsvoraussetzungen erfüllen, sofern sie nicht schon Stabilisierungsmaßnahmen durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten haben.

Gefördert werden können Unternehmen mit Sitz oder wesentlichem Tätigkeitsschwerpunkt in Hessen, die im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020 eine Bilanzsumme von mehr als 10 Mio. Euro ausweisen und zusätzlich Umsatzerlöse von mehr als 10 Mio. Euro und höchstens 50 Mio. Euro erwirtschaftet haben oder zwischen 50 und 249 Mitarbeitende beschäftigt haben oder Start-ups sind (unabhängig von den vorgenannten Größenkriterien), die seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit mindestens 5 Mio. Euro bewertet wurden (einschließlich des eingeworbenen Kapitals). 

Geltende Konditionen, Antragsfrist und Antragstellung

Neben einer Antragsgebühr trägt der Antragsteller die Verfahrenskosten. Weiterhin sind an laufenden Kosten  für Garantien jährliche Vergütungen und für stille Beteiligungen risikobasierte Zinszahlungen vorgesehen. Garantien können bis zum 30. Juni 2021 gewährt werden. Stille Beteiligungen können bis zum 30. September 2021 gewährt werden (Antragsschluss voraussichtlich im Juli 2021).

Anträge sind bei der WIBank schriftlich zu stellen (vorab elektronische Übermittlung an hessenfonds(a)wibank.demöglich). Weitere Informationen zum HessenFonds sowie zur Antragstellung finden Sie hier

Steuerstundung

  • Die Gewährung von Steuerstundungen wurde erleichtert. Die Finanzbehörden können Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Die Finanzverwaltung wird angewiesen, dabei keine strengen Anforderungen zu stellen.
  • Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt.
  • Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z.B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an Ihr zuständiges Finanzamt in Friedberg oder Nidda.


Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Seit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2020/2021 Anfang August stehen für Ausbildungsbetriebe, die von der Corona-Krise betroffen sind, ein Budget von insgesamt 410 Mio.€ zur Verfügung.

Ziel der Förderung ist es, Ausbildungsplätze zu erhalten und zusätzliche zu schaffen. Außerdem soll Kurzarbeit für Auszubildende vermieden und die Übernahme bei Insolvenzen gefördert werden.

Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen sowie in Ausbildungsberufen nach dem Pflegeberufe-, Krankenpflege- und/oder Altenpflegegesetz oder in den praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen, die bundes und landesrechtlich geregelt sind.

Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss von 2.000€. Bei der zusätzlichen Schaffung eines Ausbildungsplatzes greift die "Arbeitsplatzprämie plus" mit einem Zuschuss von 3.000€. Unternehmen können nur eine Prämie pro Ausbildungsvertrag erhalten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.


Förderung für hessische Gastronomiebetriebe

Dieses Kleinbeihilfeprogramm des Landes Hessen soll den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Gastronomiebetrieben Hilfestellung dabei geben, trotzdem in dringend benötigte Güter investieren zu können. Im Förderzeitraum von November 2020 bis Dezember 2022 kann pro Antragsteller ein Festbetrag von 1.500 Euro bei einem Anschaffungswert der Güter von mindestens 2.000 Euro netto beantragt werden.

Gefördert werden Neuanschaffungen von materiellen Wirtschaftsgütern des Gastronomiebedarfes. Hierzu zählen zum Beispiel: Kühltechnik, Spültechnik, Koch- und Küchengeräte. Desinfektionsständer oder Investitionen, die zur Gewährleistung des Geschäftsbetriebes erforderlich oder geeignet sind oder die die gastronomische Nutzung von Außenbereichen unterstützen (Heizgeräte für den Außenbereich sind von der Förderung ausgenommen). Für Elektrogeräte ist eine gute Energieeffizienz oder gute Umwelteigenschaften beispielsweise durch eine Produktbeschreibung des Herstellers (Produktblatt) oder auf dem Kaufbeleg darzulegen.

Es wird mindestens zwei Aufrufe zur Antragstellung geben. Der erste Aufruf startete mit Datum 23.11.2020 und endete bereits am 26.11.2020, der zweite ist für das erste Quartal 2021 vorgesehen. Übersteigt das Antragsvolumen die zur Verfügung stehenden Mittel, entscheidet ein Losverfahren. Betriebe die beim ersten Aufruf nicht zum Zuge kamen, können mit dem zweiten Aufruf erneut einen Antrag auf Zuwendung stellen.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Perpektivenberatung

Sie haben weiteren Beratungsbedarf oder benötigen kurzfristige Unterstützung?

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert Beratungen für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis zu max. 60 %. Eine solche geförderte Perspektivenberatung erhalten Sie unter anderem bei der Beratungsorganisation RKW Hessen.


Sollten bei der konkreten Antragsstellung der oben genannten Hilfsprogrammen Schwierigkeiten auftreten, steht Ihnen die Wirtschaftsförderung Wetterau gerne unterstützend zur Seite. Sprechen Sie uns bitte an!