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Pressebericht: Gesundheit 5.0

Kneipp macht glücklich

Kneipp macht glücklich | Foto: Gerti Kuhl

Yoga-Angebot im Kurpark | Foto: Gerti Kuhl

Kneipp macht glücklich | Foto: Gerti Kuhl

Yoga-Angebot im Kurpark | Foto: Gerti Kuhl

Kneipp macht glücklich | Foto: Gerti Kuhl

Regionale Kost von Reiner Neidhart | Foto: Gerti Kuhl

Kneipp macht glücklich | Foto: Gerti Kuhl

Mehr als 130 Gäste konnten die drei Veranstalter am vergangenen Donnerstag in Bad Salzhausen zu „Gesundheit 5.0 - Kneipp Bäder-Dreieck Wetterau“ begrüßen. Der Verein Wirtschaft.Regionalentwicklung.Wetterau mit dem 1. Vorsitzenden André Haußmann, die TourismusRegion Wetterau GmbH vertreten durch die Geschäftsführerin Cornelia Dörr sowie die Wirtschaftsförderung Wetterau mit einem der beiden Geschäftsführer Klaus Karger, hatten mit großer Unterstützung der Kur- und Bäderverwaltung in Bad Salzhausen an diesen besonderen Ort eingeladen.

Vor den offiziellen Redebeiträgen konnten die Teilnehmer rund um die Trinkkuranlage Kneipp mit seinen fünf Säulen erspüren: Yoga-Übungen, Kräutererkundungsgänge, kalte Güsse und Wassertreten, leckere Häppchen nach Kneippschen Ideen und Verkosten der Sole-Quellen waren angeboten. Ein Highlight war der Aufenthalt in dem grunderneuerten Gradierwerk, dem Herzstück des unteren Kurparks. „Sich fühlen wie an der Ostsee“, sagte dazu Dr. Lutz Ehnert, Internist, Badearzt und Vorsitzender des Kneipp-Vereins Bad Nauheim/Friedberg/ Bad Salzhausen.

Damit auch die innere Balance angesprochen wurde, erfüllten melodiöse Gitarrenklänge den Kurpark.

Was man sich unter „Kneipp und Gesundheit 5.0“ vorstellen kann, erläuterte Landrat Jan Weckler: Die Dynamik, die man bei einer Version 5.0 erwartet, entspricht dem, was die Anwender von Kneipp erwarten dürfen: Fünf Säulen, die modernste Erfordernisse einer nachhaltigen Gesundheits-Prävention erfüllen. 

In die gesundheitlichen Aspekte der Kneippschen Lehren führte Dr. Lutz Ehnert mit seinen „Kneipp-Visionen für die Wetterau“ ein. Ein Zusammenspiel von Medizinern, Akteuren, Vereinen und Strukturen wird künftig in der Region einen modernen Rahmen für die zeitgemäße Medizin nach Kneipp schaffen.

Unzählige Impulse erhielten die Gäste der Veranstaltung von Dr. Andreas Keck, international tätigem medizinischen Berater, der als Kardiologe sehr genau weiß, wie Kneipp-Therapien Herzproblemen entgegenwirken können. Keck schildert den Einsatz von Heilkräutern wie z.B. dem „echten Mädesüß (Filipendula ulmaria)“. Dies ist eine Staude, die bis zu zwei Meter in die Höhe wächst. Sie enthält Vorläufersubstanzen der Salicylsäure. Daraus wurde im Jahr 1897 erstmals Acetylsalicylsäure – ein seit über hundert Jahren angewandtes und heute noch weit verbreitetes Schmerzmittel – hergestellt.

Keck erläutert weiter, dass es zwei „Chronotypen“ gibt, sozusagen den Früh- und den Spätaufsteher. Arbeitet man stets gegen „die innere Uhr“ führt das zwangsläufig zu Gesundheitsstörungen. Keck empfiehlt Betroffenen „Kneipp-Kuren für Schichtarbeiter“.

Hätten die Gäste nicht den aufkeimenden Appetit nach Kneippschen Leckereien gespürt, hätten sie sicher den kurzweiligen Ausführungen von Andreas Keck lange weiter lauschen können.

Reiner Neidhart vom Wetterauer Landgenuss spiegelt den Anspruch seines Vereins direkt mit den Vorstellungen von Sebastian Kneipp: Es muss saisonal, frisch, regional und vor allem selbst gekocht werden. Kocht man selbst, löst der Vorgang im Körper bereits verdauungs-fördernde Stoffwechselprozesse aus.

Den Abschluss des Abends bildet der Austausch: Gäste, Mediziner, Organisatoren hatten auch nach Einbruch der Dunkelheit reichlich Gelegenheit, den vom Wetterauer Landgenuss zubereiteten Imbiss zu genießen. Dieser wurde begleitet durch gesunde Brotkreationen wie der Kneipp-Kruste von Jonas Wagner aus Nidda.

Damit war Kneipp endgültig in aller Munde und wird künftig in der Wetterau und Oberhessen sicher auch über seinen 200. Geburtstag im Jahr 2021 hinaus Reden machen.