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Interne News Intern Externe News Extern | am 04.03.2010, 09:37 Uhr.
Kategorien: News der Ministerien

Wie Kommunen Geld sparen können

Wetterauer Rathauschefs informierten sich beim Kommunalforum der Sparkasse Oberhessen über Einsparpotentiale in öffentlichen Haushalten

Das Wort „Sparen“ ist ein zweideutiger Begriff. Wenn Kinder einen Euro ins Sparschwein stecken, legen sie sich etwas für später zurück. Wenn eine Kommune von „Sparen“ redet, geht es im Regelfall nicht darum, etwas auf die hohe Kante zu legen. Es geht vielmehr darum, weniger auszugeben. Gute Ratschläge zur Umsetzung holten sich die Wetterauer Bürgermeister beim Kommunalforum der Sparkasse Oberhessen. Zwei große Kostenblöcke wurden unter die Lupe genommen: die Personalkosten und das Gebäudemanagement der Städte und Gemeinden. Jeweils unter dem Aspekt, den öffentlichen Haushalt zu schonen, ohne den sprichwörtlichen Rotstift anzusetzen.

 

Personalkosten senken, bedeutet nicht automatisch Arbeitzeiten zu reduzieren oder gar Arbeitsplätze zu streichen. Dass es auch andere Wege gibt, belegte Martina Jacobowsky mit Fallbeispielen und konkreten Zahlen. Die Spezialistin für die betriebliche Altersvorsorge von der SparkassenVersicherung zeigte die Vorteile der sogenannten „Entgeltumwandlung“ für alle Beteiligten: Denn der Arbeitgeber – also die Kommune – spart Kosten bei der Sozialversicherung, während der Arbeitnehmer Steuern spart und im Alter auf ein zusätzliches finanzielles Polster zurückgreifen kann. „Ein Effekt, bei dem beide Seiten gewinnen! Und gerade jetzt fällt es noch leichter, Mitarbeiter von den Vorteilen der betrieblichen Altersvorsorge zu überzeugen: Schließlich haben seit Januar die Steuerzahler mehr Netto vom Brutto übrig – dank dem Bürgerentlastungsgesetz“, empfiehlt Jacobowsky den Bürgermeistern. Durch die Neuerung können die Beiträge zur Basiskrankenversicherung vollständig von der Steuer abgesetzt werden. „Je nach steuerlicher Veranlagung bleiben so jährlich über 1.000 Euro mehr Netto vom Brutto in der Tasche. Dieser neue finanzielle Spielraum eignet sich gut für die Altersvorsorge.“

 

Für neue Strukturen und eine gebündelte Organisation des Gebäudemanagements warb Rainer Book von der Deka Kommunal Consult. Der Seniorberater entwickelt praxisnahe und vor allem zukunftsorientierte Konzepte für Städte und Gemeinden zum Erhalt und zur Entwicklung des Immobilienvermögens. „Häufig sind die Aufgaben und Zuständigkeiten auf viele Fachbereiche verteilt. Darunter leidet die Kostentransparenz. Sinnvoller ist eine Gesamtverantwortung für die Nutzung, Bewirtschaftung und Verwaltung in einem Bereich“, erklärt Book die Ausgangslage vieler Kommunen. „Das Einsparpotential liegt in der Neuorganisation und Verschlankung von Prozessen.“ In der Durchführung sind individuelle Lösungen gefragt. Nur aus einer an die spezifischen kommunalen Belange angepassten Vorgehensweise ließen sich umsetzungsfähige und dauerhafte Konzepte entwickeln. „Bei aller Erfahrung und Vergleichbarkeit von Fallgestaltungen: Die Standardlösung gibt es nicht“, betonte Book abschließend.

 

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