Leben, wo andere Urlaub machen
Die sanft geschwungene Wetterau mit ihren idyllischen Orten und geschichtsträchtigen Städten, mit ihrem abwechslungsreichen Mosaik aus Feldern und Waldflächen, natürlichen Flussauen und Bergrücken ist ein ideales Areal für Outdoor-Aktivitäten: Sie ermöglicht passionierten Wanderern und Joggern eine Streckengestaltung ganz nach persönlicher Leistungsstärke. Idyllisch gelegene Seen und die Gipfel des nahen Vogelsbergs und des Taunus prägen nicht nur den kontrastreichen Charme des Wetteraukreises, sondern sind auch attraktive sportliche Ziele.
Mehrere tausend Kilometer Fahrrad- und Wanderwege durchziehen die Wetterau in einem engmaschigen Netz. Etliche von ihnen sind an das Radfernwegenetz angeschlossen, andere erschließen den Besuchern regionale und touristische Besonderheiten: Rosen bis an den Horizont können Radler etwa auf dem Rosenradweg quer durch die Wetterau erleben. Auf gut ausgebauten Radwegen, abseits vom alltäglichen Lärm und Stress, können Sie die Stille unberührter Natur genießen und ihre Seele unbeschwert baumeln lassen.
Wer es sportlich ambitionierter mag, der wird am gerade eröffneten "Vulkanradweg" Spaß haben. Auf der ehemaligen Eisenbahntrasse von Stockheim nach Lauterbach im Vogelberg mit seinen Nebenrouten können Pedaleure ihrem Ehrgeiz freien Lauf lassen. Der einzigartige Weg führt durch eine besonders schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Die kann man auch auf der Apfelwein- und Obstwiesenroute erleben. Besonders zur Blütezeit im Frühjahr und zur Erntezeit sind die Wege durch die Streuobstwiesen der Wetterau ein sinnliches Erlebnis.
Auf den Spuren der Römer kann man sich im westlichen Wetteraukreis begeben. Mit dem Limes sicherte die Weltmacht bis 260 nach Christus ihre Grenzen. Auch die damaligen Herrscher wussten um die Vorzüge der Wetterau. Um die fruchtbare Region noch ihrem Einflussbereich einzugliedern, macht das imposante Grenzwerk einen auffälligen Schlenker. Noch heute kann man in der Wetterau den Verlauf des größten Flächendenkmals Mitteleuropas an vielen Stellen in der Landschaft verfolgen. Eine ganze Reihe historischer Gebäude wie Kastelle, Türme und Badeanlagen sind nach Ausgrabungen konserviert, aufgebaut und wieder zugänglich gemacht worden. Einzigartig ist das Kohortenkastell auf dem Saalburg-Pass im Taunus. Es wurde vollständig wieder aufgebaut und ist heute Forschungszentrum und Touristenmagnet mit einer Vielzahl von Angeboten für alle Altersschichten.
Wie ganz Hessen war auch die Wetterau einst ein wahrer Flickenteppich von Kleinstaaten und Herrschaftsgebieten. Daher rührt ein ungewöhnlicher Reichtum an Burgen, Schlössern und Residenzen, die den heutige Besucher erfreut und fasziniert. Renaissanceschloss, Burgmannenhäuser, "Adolfsturm" und der umgebende Park machen etwa die Friedberger Burg und ihre Anlage zu einer der größten Burg- und Schlossanlagen in Deutschland. Die Münzenburg aus staufischer Zeit ist nach der Ansicht von Kunstgeschichtlern von seiner Bedeutung mit der Wartburg zu vergleichen. Schon von weitem sichtbar verleihen die beiden Bergfriede ihr ein so charakteristisches Aussehen, dass der Volksmund sie "Tintenfass der Wetterau" getauft hat. Im Sommer locken Burgfestspiele die Besucher zur Burg. Das Büdinger Schloss mit seinen Erkern, Treppentürmen, Portalen und prächtigen Malereien im Innern "Sitz der Fürstenfamilie von Ysenburg" entstand im Laufe der Jahrhunderte durch Ausbau einer wehrhaften Burg, deren Ursprung auf eine Wasserburg des 12. Jahrhunderts zurückzuführen ist. Das Schloss beherbergt ein Museum, ein Café, ein Restaurant und ein Hotel. So kann das Schloss auch für Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte und viele Festlichkeiten genutzt werden.
Geschichte anschaulich erleben können Besucher im Hessenpark in Neu-Anspach. Ein ganzes Dorf mit Bauernhäusern, Fachwerkhäusern, Stallungen, Bachstube, Werkstätten, Kirchen und Wirtshaus ist hier entstanden. Aber es sind keine Nachbauten, die jedes Jahr viele Tausend Besucher in das Museumsdorf locken. Historisch bedeutsame Gebäude aus ganz Hessen wurden abgebaut und in den Taunushügeln wieder errichtet. Feste, Ausstellungen und Vorführungen früherer Arbeitstechnik sind die Höhepunkte des Ausstellungsjahres im Hessenpark. Geöffnet hat der Hessenpark von März bis Oktober.
Wenigstens zwei Dutzend Museen und Sammlungen öffnen im Wetteraukreis regelmäßig ihre Türen. Unter ihnen so außergewöhnliche Einrichtungen wie das Rosenmuseum in Steinfurth, das Kunstguss-Museum in Hirzenhain oder das 50er-Jahre-Museum in Büdingen. Aber auch das Wetteraumuseum oder das Glauberg-Museum mit einer Kopie der Ende der 90er Jahre vor Ort gefundenen Statue eines Keltenfürsten, sind einen Besuch wert. Wem es nach mehr Nervenkitzel gelüstet, ist in der Alligator-Action-Farm an der richtigen Adresse: Mitten in der Wetterau lebt hier die größte Alligatorengruppe Europas. Star ist der über 60 Jahre alten Alligatorbullen Ali. Ihn kann man hier genauso erleben wie riesige Pythonschlangen, Leguane und Vogelspinnen und Alligatoren-Nachwuchs. Besonders mutige Zeitgenossen können sogar mit den Tieren schwimmen gehen.
Für reichlich Abwechslung sorgt das vielfältige Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten: Hochmoderne Tennisplätze im Freien und in der Halle, Reiten, Golf, Segelfliegen, Schwimmen im Hallen- und Freibad oder im See, Surfen, Segeln, Angeln, Radfahren und Mountainbiken. Auch im Winter muss man nicht auf Outdoor-Aktivitäten verzichten. Taunus und Vogelsberg sind schließlich nur einen Katzensprung entfernt, und beide bieten für Mittelgebirgsverhältnisse sehr ansprechende Wintersport-Möglichkeiten. Hier finden Skifreunde ein ausgedehntes Loipennetz sowie mehrere kleine, aber feine Pisten.
Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH
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