Wirtschaftsförderung Wetterau
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Von der Stauferburg zum mittelalterlichen Kloster

Wanderung von Münzenberg zum Kloster Arnsburg.

Weglänge: 14 Kilometer, Überwiegend asphaltierte Wege, geringe Steigungen, Geeignet für Kinderwagen oder Kinderrädchen.

Unsere heutige Wanderung führt uns über die Grenze des Wetteraukreises hinweg zum Kloster Arnsburg, das, obwohl im Kreis Gießen gelegen, enge Verbindungen zur Wetterau hat.

Wir starten am Parkplatz direkt unterhalb der Münzenburg und folgen dem Radwegweiser R 6, der uns durch das Städtchen über die Autobahnbrücke der A 45 zunächst in den Münzenberger Stadtteil Trais führt.

Kurz vor dem Ortsausgang verlassen wir die nach rechts abknickende Hauptstraße und gehen geradeaus über die alte Wetterbrücke. Gleich danach wenden wir uns nach rechts und wandern leicht bergan im Wettertal.

Wir folgen dem asphaltierten Weg und kommen an den Eserstein, ein imposanter Findling, der als Wegemarkierung dient.

Nach rechts gehend kommen wir wieder auf unseren Radweg R 6, dem wir bis nach Muschenheim folgen.

Vorbei an der eindrucksvollen Muschenheimer Kirche verlassen wir die Hauptstraße und gehen auf dem Klosterweg geradeaus. Hinter dem Ortsausgang, kurz vor der Sportanlage, biegen wir auf einem schmalen Pfad nach links und am Waldrand wieder nach rechts. Wir folgen dem Pfad und stehen alsbald vor dem Eingangstor des ehemaligen Klosters.

Kloster Arnsburg ist die Ruine eines ehemaligen Zisterzienserklosters. Es bestand von 1174 bis zu seiner Säkularisierung im Jahre 1803. Danach fiel das Kloster an die Herren von Solms-Laubach, die Teile des Gebäudes bis heute als Schloss und Wohnsitz nutzen. Die spätromanischen und frühgotischen Teile der Kirche sind als imposante Ruine erhalten. Seit 1960 befindet sich hier eine Kriegsgräberstätte. Hier haben 81 Frauen und sechs Männer ihre Ruhe gefunden, die am 26. März 1945, kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner, von einem Exekutionskommando der SS in Hirzenhain ermordet wurden. Michael Keller, Historiker und Friedberger Bürgermeister, hat dazu ein beeindruckendes Buch geschrieben „Das mit den Russenweibern ist erledigt“.

Die Klosteranlage beeindruckt durch ihre schiere Größe. Die Mauer selbst hat eine Länge von rund 1.600 Metern und ist mehr als zwei Meter hoch. Nach einer Besichtigung der Klosteranlage können wir uns im Restaurant ordentlich stärken.

Zurück geht zunächst einmal den gleichen Weg über den Pfad in Richtung Muschenheim. Wir lassen aber den Sportplatz links liegen und gehen auf dem Feldweg am Rande des Waldes bis zu dessen Ende. Hier wenden wir uns nach links und kommen auf die Schulstraße in Muschenheim. Den ersten schmalen Pfad an der Straße nehmen wir nach rechts und laufen auf einem Feldweg über die schmale Brücke des Mühlbaches.

Vor der Landesstraße wenden wir uns nach links und laufen zwischen den Gärten. In Höhe des alten Bahnhofes stoßen wir auf die Straße, der wir ein kleines Stückchen folgen, um dann wieder auf dem asphaltierten Weg nach rechts zu gehen.

Nach gut 400 Metern folgt die Abzweigung nach links, die Klosterstraße, die uns dann wieder in Richtung Münzenberg führt. In Trais überqueren wir auf einem Holzbrückchen die gemächlich dahinfließende Wetter, die einer ganzen Region den Namen gibt. Im Ort orientieren wir uns wieder an dem Schild des Radweges R 6, dem wir dann bis zu unserem Parkplatz an der Burg Münzenberg folgen.

Die Münzenburg wurde Mitte des 12. Jahrhunderts auf einem ovalen Basaltrücken erbaut. Schon weit von den Autobahnen A 5 und A 45 zu sehen, ist sie eines der Wahrzeichen der Wetterau. Die beiden hoch aufragenden Bergfriede haben die Form überdimensionaler Tintenfässer, daher auch der Name: Wetterauer Tintenfass.

Die mit Kuno I. gegründete Linie der Herrn von Münzenberg starb bereits mit dessen Sohn Ulrich aus. Schon Ende des 13. Jahrhunderts war die Burg verlassen. Mehr als 100 Jahre vergingen bis die Herren von Solms die Burg erbten und mit Leben erfüllten.

Der Dreißigjährige Krieg, der Deutschland verwüstete, machte auch vor der Münzenburg nicht Halt. Die spanischen Habsburger zogen ein und Wallenstein beschoss die Burg, die am Ende dieses Krieges nur noch als Ruine dastand. 200 Jahre später begann man Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Restaurierung einzelner Burgteile. Die angedachte Wiederherstellung der Burg wurde aber bald verworfen.

Seit gut 70 Jahren ist die Burg im Besitz des Landes Hessen, das aufwendige Erhaltungsarbeiten geleistet hat. Die nicht bewirtschaftete Burg ist ganzjährig, dienstags bis sonntags, tagsüber für Besucher geöffnet. Besonders zu empfehlen sind die Veranstaltungen im Rahmen des Münzenberger Kultursommers, der durch den Verein Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg organisiert wird.

Die Wetter in Trais.

Bursenbau Kloster Arnsburg

Kriegsgräberstätte Kloster Arnsburg

Blick zum Vogelsberg

Detail Eingang Kloster Arnsburg

Überwiegend asphaltierte Wege auf dem Weg zum Kloster Arnsburg.

Eserstein

Immer wieder ein Foto wert ist die Münzenburg.

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