Wegelänge: elf Kilometer (mit Abkürzung sieben Kilometer).
Gehzeit: drei Stunden (zwei Stunden).
Einkehrmöglichkeiten: in Nieder-Florstadt.
Anfahrt: Nieder-Florstadt, Richtung Altenstadt.
Parken: am Ende der Reitfeldstraße.

Wir parken unser Auto am Stadtrand von Nieder-Florstadt direkt vor dem Wald ab. Wir gehen rund 500 Meter geradeaus und an der Kreuzung nach rechts. Nach weiteren 400 Metern kommen wir an die Trimm-Dich-Parcours-Stelle (Nummer 16). Hier gehen links auf den unbefestigten Weg, der nach einigen hundert Metern in einen feinen Schotterweg mündet.
Kurz darauf sehen wir auf der rechten Seite die Wallfahrtskirche Maria Sternbach (siehe Kasten). Wir folgen dem Weg weiter, der bald in einen asphaltierten Wirtschaftsweg übergeht. Links von uns ist der Wald, rechts können wir durch die Bäume hinter dem Feld das Hofgut Wickstadt sehen.
Am Ende des Feldes haben wir die Möglichkeit, nach rechts auf dem asphaltierten Weg weiterzugehen und abzukürzen oder aber wir laufen links um den Dachsberg herum - mit 191 Metern der höchsten Erhebung in der Gemarkung Florstadt. (S. Kasten Hügelgräber) Wir gelangen dabei kurz an die Landesstraße, die von Stammheim nach Ilbenstadt führt. Hier biegen wir nach rechts und nach wenigen Metern erneut rechts. Wir folgen dem Feldweg direkt am Waldrand. Nach rund zweieinhalb Kilometer treffen wir auf den asphaltierten Weg (unsere Abkürzung), der uns dann direkt nach Wickstadt führen wird.
Vor dem Hofgut überqueren wir noch die Nidda. Aufgepasst: Hier führt der Niddaradweg vorbei. Bei schönem Wetter herrscht hier lebhafter Radverkehr. Wir gehen um das Hofgut herum und nehmen den Haupteingang in Richtung Kirche. Vor der Besichtigung des Hofgutes sollte man daran denken, dass es sich hier um Privatbesitz handelt. Das Herrenhaus des Grafen Stolberg ist für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich.
Für den Rückweg haben wir jetzt zwei Optionen, entweder wir gehen zurück zur Nidda und nehmen den Niddaradweg oder wir wenden uns am Haupteingang nach rechts, werfen noch einen kurzen Blick auf den kleinen Friedhof von Wickstadt und laufen dann den Wirtschaftsweg bis nach Nieder-Florstadt weiter.
Knapp zwei Kilometer geht es durch die offene Feldflur. Im alten Ortskern folgen wir der Nase bis wir an die Hauptstraße gelangen. Hier wenden wir uns nach rechts und kommen noch einmal über eine Niddabrücke, von der sich trefflich aus das Geschehen im Wasser betrachten lässt. Wenn man Glück hat, kann man einige Forellen dahinhuschen sehen.
Wir folgender Straße und können eventuell an einer Eisdiele noch kurz innehalten und unsere jungen Mitwanderer mit einer Belohnung versorgen. Wir laufen dann weiter geradeaus, die Bundesstraße knickt nach links ab, wir bleiben auf der Altenstädter Straße bis zur Wickstädter Straße, wo wir rechts gehen, um dann wieder links in die Reitfeldstraße einzubiegen.
Wallfahrtskirche Maria Sternbach
Sternbach verweist auf einen Ort, der im 8. Jahrhundert erstmalig urkundlich erwähnt wurde und um etwa 1550 von den letzten Bewohnern verlassen wurde. Die Kirche von Sternbach freilich war bis zur Erbauung der Sankt Nikolauskirche in Wickstadt im Jahre 1707 Gotteshaus der katholischen Gemeinde in Wickstadt. Rund 20 Jahre nach Verlegung der Pfarrkirche in den heutigen Niddataler Ortsteil wurde die Sternbacher Kirche Wallfahrtsort, was die Inschriften der so genannten Fußfälle (besondere Form des Kniefalls vor einem Bildstock) auf dem alten Wallfahrtsweg belegen. Die Kirche von Sternbach hieß nun Maria Sternbach. Mehrmals im Jahr ziehen Prozessionen zum Gnadenbild Maria Sternbach (siehe Abbildung).
Wickstadt
Die Gesamtanlage Wickstadt steht unter Denkmalschutz. Wichtigster Bestandteil der Gesamtanlage ist das geschlossene Hofgut des Klosters am rechten Nidda-Ufer. Das Dorf Wickstadt gruppiert sich nördlich des Hofgutes um die katholische Pfarrkirche Sankt Nikolaus und um den Pfortenturm, einen mittelalterlichen wehrhaften Speicherbau in Fachwerk. Die Höfe und Gesindehäuser des Dorfes waren ursprünglich von einem von der Nidda abgehenden Graben umgeben, den es aber nicht mehr gibt.

Blick auf das Herrenhaus Wickstadt

Mitten im Wald: Maria Sternbach
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