KERNSÄTZE:
Spirituelles Berufscoaching ist nichts Abgehobenes. Es verbindet einfach sinnvolles Leben und Business miteinander.
Spirituelles Berufscoaching hilft dem Einzelnen, den Beruf im Einklang mit der Lebensaufgabe zu wählen und sich bei der Umsetzung die nötige wirtschaftliche Kompetenz anzueignen.
RESERVE:
„Es ist nie zu spät, das zu werden, was wir sind.“ (George Eliot)
Tun, wozu Sie berufen sind
Dem (Berufs-)Leben eine neue Richtung geben durch spirituelles Berufscoaching
Was tun, wenn die berufliche Arbeit keine Erfüllung beschert? Die Seele weiß genau, wie sie in diesem Leben dienen und ihren Unterhalt ver‑dienen will, wird jedoch allzu oft von Vernunftgründen und bequemen Aussichten überstimmt. Ein spiritueller Berufscoach zeigt, wie Sie Ihre Berufung entdecken und zu Ihrem Beruf machen.
Immer mehr Menschen möchten sich, gerade in der Lebensmitte, beruflich verändern. Oft geht es ihnen darum, etwas Sinnvolles zu tun, ihre Berufung zu finden. Ihnen wird mehr und mehr bewusst, dass sie mit einem Lebensauftrag auf die Erde gekommen sind. Etwas, wozu Gott sie berufen hat. Die Arbeit, die sie bis dahin vielleicht Jahrzehnte lang im Rahmen des Berufs geleistet haben, erfüllt sie nicht mehr. Sie spüren vielmehr den inneren Drang oder die Sehnsucht, ihren Lebensauftrag zu erfüllen, bevor das Leben vorbei ist. Und so machen sie sich auf die Suche nach dieser Berufung, in der sie sich mit ihren Talenten als einzigartiges, von Gott erschaffenes Wesen, erfahren und entfalten können.
#Genauso war es auch bei Sabine M. Als Jugendliche machte sie eine Lehre als Bankkauffrau. Seitdem arbeitete sie bei verschiedenen Banken. „Mein Vater wollte damals, dass ich einen sicheren Beruf ergreife, deshalb wählte ich diese Ausbildung“, erklärt sie. Mit Mitte 40 spürte sie immer mehr eine innere Leere, wenn sie sich morgens auf den Weg zur Bank machte. Für sie war es nur noch Routine, ihrem Job nachzugehen. Da half auch nicht das hohe Gehalt, das sie mittlerweile verdiente.
Dem Leben einen tieferen Sinn geben
Eines Tages hatte Sabines Tochter einen schweren Unfall, den sie nur knapp überlebte. Das war der Wendepunkt in Sabines Leben. Nicht nur, dass sie sich Sorgen um ihre Tochter machte, ihr wurde auch bewusst, wie endlich das Leben ist. „Für Gott und Spiritualität hatte ich mich bisher nie interessiert. Doch jetzt war meine Seele in Aufruhr“, berichtete sie. „Eine leise innere Stimme mahnte mich umzukehren. Dieses Ereignis war für mich letztendlich das Sprungbrett in die Veränderung. Ich beschloss, dass es so nicht weitergehen konnte. Am Anfang der Woche zählte ich schon wieder die Tage bis zum nächsten Wochenende.“
#Zunächst besuchte sie eine Psychotherapeutin, weil sie hoffte, dass sie mit einem Blick in ihre Vergangenheit klarer sehen würde, was los war. Doch dies brachte nicht das gewünschte Ergebnis. Eines Tages sagte die Psychotherapeutin den entscheidenden Satz: „Vielleicht wäre es gut, wenn Sie Ihrem Leben wieder einen tieferen Sinn geben würden.“ Zunächst fragte sich Sabine, was das jetzt für sie bedeuten sollte, doch irgendwie ließ sie das nicht mehr los, und so machte sie sich auf die Suche.
#Gerade in der Lebensmitte geht es vielen Menschen so wie Sabine. Der Beruf, den man oft schon sehr lange ausübt, vielleicht mit einigen kleinen Veränderungen, wie Stellenwechsel, Projektarbeit etc., wird zur Routine. Man geht eben zur Arbeit, weil man das Geld zum Leben braucht und darüber hinaus gewisse Abhängigkeiten in der Konsum- und Spaßgesellschaft entwickelt hat. Oft beginnen die Menschen erst in der Lebensmitte, sich mehr und mehr auch mit existenziellen, philosophischen oder spirituellen Themen zu beschäftigen. Sie beginnen zu spüren, dass die Seele Sinn benötigt, so wie der Körper Nahrung braucht. Mit dem Suchen nach Sinn ist die Ausrichtung auf ein Zentrum verbunden, das dem Leben Bedeutung und Richtung verleiht.
#Auch Sabine stellte sich diese Fragen. Als sie zu mir ins spirituelle Berufscoaching kam, hatte sie bereits innerlich beschlossen zu überprüfen, ob sie noch eine Möglichkeit hatte, beruflich etwas zu verändern. Allerdings wusste sie nicht genau, was das sein könnte. Sie wünschte sich nur, wieder mehr Sinn in ihrer Arbeit zu sehen. Ihr neuer Job sollte ihr auch Spaß machen und sie innerlich erfüllen.
Wissen, wann es Zeit ist
Durch meinen eigenen beruflichen Lebensweg fiel es mir leicht, Sabine zu verstehen, denn es gab Parallelen zwischen ihrer Geschichte und meiner eigenen. Auch ich arbeitete jahrelang als Fachmanager bei einer Bank und startete nach einem Rückschlag noch mal in der Lebensmitte durch. Ich begann mit einem Theologiestudium und diversen Coaching-Ausbildungen, bevor ich mich als spiritueller Berufscoach selbstständig machte.
#Ein Dilemma, das viele berufstätige Menschen betrifft ist, dass sie zwar einen gewissen finanziellen Wohlstand erreicht haben, aber die starke hierarchische Struktur in den Unternehmen und die Haltung der Vorgesetzten gegenüber den Mitarbeitern sie oft unzufrieden macht. Doch dies sind auswechselbare äußere Umstände. Etwas viel Tieferes nagte in mir und rief: „Die Lebensmitte ist erreicht, und die Zeit ist reif für die wirklichen Dinge des Herzens.“
#Gut ist es, wenn man weiß, wann es an der Zeit ist, der eigenen Berufung zu folgen und diese Unzufriedenheit als Sprungbrett in die Veränderung zu nutzen.
#So stellte ich damals fest, dass mir spirituelle Themen und auch die Religion schon immer wichtig waren. Also begann ich mit theologischen und psychologischen Aus- und Fortbildungen und engagierte mich in der Seelsorge. Ich wollte meine Berufung finden und leben. In dem Wort „Berufung“ steckt das Wort „Ruf“. Wessen Ruf folgen wir? Für mich ist es der Ruf Gottes, der Ruf der Seele oder des Höheren Selbst. Es ist wie ein feststehender Auftrag, mit dem ein Mensch in die Welt kommt und der mit Hilfe von Fähigkeiten, Talenten und Stärken erfüllt werden sollte.
#Mein Vater, der genau zu jener Zeit starb, als ich in meiner Umbruchphase war, lebte meiner Ansicht nach voll und ganz seine Berufung. Er war 60 Jahre lang mit Liebe und Leidenschaft Friseur gewesen. Dies wurde mir bewusst, als meine Mutter seine Haarschneide-Schere bei der Beerdigung in sein Grab legte. Genauso wie mein Vater, wollte ich auch meine Berufung finden und leben. Ich realisierte, dass Spiritualität und Arbeitswelt sich nicht ausschließen, sondern dass ich Spiritualität im Arbeitsalltag leben kann, wenn ich meiner Berufung nachgehe.
Berufung und Kindheitsträume
Heute bin ich spiritueller Berufscoach und unterstütze Menschen dabei, ihre Berufung zu finden. „Spirituell“ bedeutet hier nicht esoterisch abgehoben oder streng religiös. Es bedeutet, dass man Kontakt hat mit seinem Höheren Selbst oder der Seele, dem göttlichen Funken, dem unsterblichen Teil in uns. Eines meiner großen Vorbilder hierfür ist Jesus. Er lebte seine Mission, er setzte seine Talente ein, seine göttlichen Gaben, um Menschen zu heilen und ihnen Einsichten zu schenken. Für mich lebte er voll und ganz seine Berufung. Auch wenn man nicht einer der großen Konfessionen angehört, so kann man dennoch mit Jesus als Vorbild einiges über den Weg zur eigenen Berufung lernen.
#Ein wichtiger Satz, den Jesus sagte, war: „Werdet wie die Kinder!“ In meinen Coachings arbeite ich deshalb u. a. mit Übungen, die den Klienten wieder in Verbindung mit seinem Inneren Kind oder den Kindheitsträumen bringen sollen. Als ich diese Übungen mit Sabine durchführte, erinnerte sie sich plötzlich daran, dass sie als Kind immer so gerne ihr Zimmer eingerichtet hatte. Als sie später in der Schule nähen lernte, nähte sie sich die Vorhänge selbst, und wenn sie irgendwo zu Besuch war und einen Raum betrat, sah sie sofort, wie man ihn ansprechender, schöner oder gemütlicher einrichten konnte.
#Nach ein paar Coachings kam bei ihr die Wende: Sie erinnerte sich daran, wie sie als Jugendliche mit 13 Jahren zu ihren Eltern gesagt hatte: „Ich möchte Räume einrichten, ich möchte Innenarchitektin werden.“ Diesen Wunsch hatte sie immer noch, als sie mit 18 Jahren das Abitur machte. Doch ihr Vater signalisierte ihr damals, dass er das nicht unterstützen würde. In seinen Augen war das kein vernünftiger Beruf. Und so kam es, dass sie ihre Ausbildung zur Bankkauffrau machte.
#Sabine hatte längst vergessen, dass sie damals den Wunsch hatte, Innenarchitektin zu werden. Als sie die Verbindung zu ihrem Inneren Kind wieder hergestellt hatte, kam auch die Erinnerung daran wieder, verbunden mit dem Glücksgefühl, dass sie als Kind immer hatte, wenn sie mithelfen durfte, Wohnräume zu gestalten. Doch jetzt war sie bereit ein spirituelles Leben in dem Sinne zu beginnen, in dem das eigene Herz einen angemessenen Platz in der Berufstätigkeit erhält.
Schritt für Schritt zum neuen Ziel
Hat man seine Berufung erst einmal gefunden, ist es wichtig, dass man auch bei der Umsetzung des neuen Ziels begleitet wird. Denn gerade in Umbruchzeiten gibt es immer wieder Momente, in denen es schwierig wird und man nicht daran glaubt, dass man sein Ziel erreicht.
#Während dieser Umsetzungsphase informierte Sabine sich erst einmal, ob es Möglichkeiten gab, Innenarchitektur auch nebenberuflich zu lernen oder zu studieren. Sie stellte fest, dass eine Hochschule ganz in der Nähe ihres Wohnortes sogar ein Fernstudium anbot, das sie wunderbar mit ihrer Arbeitsstelle bei der Bank verbinden konnte. Also bewarb sie sich für das Studium und reduzierte ihre Stelle bei der Bank.
#Wichtig ist hier natürlich auch (vorausgesetzt man entschließt sich, ein Unternehmen zu gründen und selbstständig zu arbeiten), dass man von Anfang an die richtige Existenzgründungsberatung erhält, damit man in den ersten Jahren keine Fehler macht, die vielleicht große Verluste bringen. In meinen Coachings gehen wir deshalb Schritt für Schritt vor. Zunächst findet der Klient seine Berufung in Kontakt mit dem Inneren Kind oder/und dem Höheren Selbst und durch verschiedene Übungen. Dann arbeiten wir an der Umsetzung und gegebenenfalls an der richtigen Geschäftsidee und der Existenzgründung.
#Heute arbeitet Sabine hauptberuflich als Innenarchitektin und ist wieder glücklich. „Ich verdiene zwar noch nicht so viel Geld wie bei meinem Job bei der Bank, aber meine Arbeit erfüllt mich. Ich bin selbstständig, und es schenkt mir eine große Zufriedenheit, dass ich meine Kunden mit schön gestalteten individuellen Räumen glücklich machen darf. Die Tage bis zum Wochenende zählen? Nein, das ist kein Thema mehr für mich!“
#Spirituelles Berufscoaching ist nichts Abgehobenes. Es verbindet einfach sinnvolles Leben und Business miteinander. Spirituelles Berufscoaching unterstützt den Einzelnen, den Beruf im Einklang mit der Lebensaufgabe zu wählen und sich bei der Umsetzung die nötige wirtschaftliche Kompetenz anzueignen, die man braucht, um auch erfolgreich zu sein. Auch Sie können jederzeit damit beginnen, dem (Berufs-)Leben eine neue Richtung zu geben, so wie George Eliot schrieb: „Es ist nie zu spät, das zu werden, was wir wirklich sind.“
Guido Ernst Hannig
Guido Ernst Hannig, Jg. 1963, arbeitete nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann und dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in verschiedenen Unternehmen und Banken. Um seiner Berufung zu folgen und spiritueller Berufscoach zu werden, absolvierte er ein Fernstudium der Theologie und Ausbildungen zum ganzheitlichen Coach, in Systemischer Transaktionsanalyse und in der Seelsorge. Seit 2002 arbeitet er als Coach und Existenzgründungsberater für ganzheitliche Berufe, zunächst nebenberuflich, seit 2007 hauptberuflich. Homepage: http://www.der-spirituelle-berufscoach.de
Kontakt: Guido Hannig, Joseph-Haydn-Weg 42, D-61118 Bad Vilbel, Tel. 06101-408265, Fax -403765, Mail: info@der-spirituelle-berufscoach.de
BUCHTIPPS
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