Tad der Museen 2010 am 16.05.2010

34 oberhessische Museen öffnen am 16. Mai ihre Türen – Landrat Arnold: Museumslandschaft Oberhessen stärkt regionale Identität

Unter dem Motto „Museums for Social Harmony – Museen für ein gesellschaftliches Miteinander“ feiern die Museen im Mai 2010 weltweit den 33. Internationalen Museumstag. In Deutschland, Österreich und der Schweiz findet das Ereignis am Sonntag, dem 16. Mai 2010, statt  Die Museumslandschaft Oberhessen beteiligt sich auch in diesem Jahr an dem Museumstag. Die 34 angeschlossenen Museen in den Landkreisen Wetterau, Vogelsberg und Gießen haben aus diesem Anlass ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie zusammengestellt. Der Eintritt ist in der Regel frei.

Bereits zum sechsten Mal demonstrieren damit auch die Verantwortlichen aus den drei Landkreisen ihren Willen, gemeinsam als Region Oberhessen auf ihre musealen Angebote aufmerksam zu machen.  Ziel der jährlich stattfindenden Initiative ist es, gemeinsam die Bevölkerung für das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der Museen der Museumslandschaft Oberhessen zu interessieren.

Für die Aktivitäten der Museumslandschaft im Rahmen des Internationalen Museumstages warben am Freitag, 07.05.2010, im „Museum im Spital Grünberg“ der Landrat des Wetteraukreises, Joachim Arnold, Gerhard Ruhl, 1. Kreisbeigeordneter des Vogelsbergkreises, Karl Reinhard Philipp, Kreisbeigeordneter des Landkreises Gießen, Grünbergs Bürgermeister Frank Ide, Nicole Schirmer von der Fachstelle Strukturförderung des Wetteraukreises, Museumsleiterin Karin Bautz, der Vorsitzende des Freundeskreis Museum Grünberg Wolfgang Hofheinz sowie Sponsoren, Vertreter heimischer Museen und des Hessischen Museumsverbandes in einer Pressekonferenz.

„Wir sind stolz auf unsere Museen in Oberhessen – sie tragen erheblich zur Stärkung unserer regionalen Identität bei und sind für unsere Gäste ein attraktives Schaufenster der Region", sagte Landrat Arnold, und dankte der Arbeitsgemeinschaft „Museumslandschaft Oberhessen“, die den „oberhessischen Museumstag“ federführend vorbereitet hat.  Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Beteiligter könne die wertvolle Arbeit in den Museen nicht aufrecht erhalten werden. Gleichzeitig seien sie aber auch auf die finanzielle Unterstützung von Sponsoren angewiesen. Für die Zuwendungen dankte Arnold der Sparkasse Oberhessen und der OVAG sowie dem Hessischen Museumsverband für ihr Engagement. Der Wetterauer Landrat betonte ebenso wie Nicole Schirmer von der Fachstelle Strukturförderung und Gerhard Ruhl die gute Zusammenarbeit der Landkreise im kulturellen und touristischen Bereich, die Voraussetzung für das erfolgreiche Ausgestalten der „Museumslandschaft Oberhessen“ sei.

Museen als Ort der Begegnung – dieser Aspekt tritt am Museumstag besonders in Erscheinung. Er bietet Menschen von verschiedener Herkunft, aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, aus allen gesellschaftlichen Schichten und aller Generationen die Chance, mehr über andere, aber auch über sich selbst zu erfahren. In den Museen der Museumslandschaft Oberhessen werden Zeitzeugen über historische Ereignisse berichten und sich mit nachfolgenden Generationen austauschen, junge Menschen führen Erwachsene, Kinder gestalten ihre Sicht des Museums - „Das Aufzeigen von unterschiedlichen Sichtweisen auf Objekte, auf historische und aktuelle Ereignisse und die Thematisierung von Nachhaltigkeit und Chancengleichheit können Verständnis für ein gutes gesellschaftliches Miteinander schaffen“, so Landrat Joachim Arnold.

Grünbergs Bürgermeister Frank Ide freute sich, dass in einem Museum aus seiner Stadt für die Veranstaltungen des Museumstages geworben wird: „Museen bieten die Chance, die Neugier auf das Eigene und das Andere, oft noch Unbekannte zu wecken und vor Ort im Austausch miteinander mehr übereinander zu erfahren.“ Kulturelle Vielfalt zeige sich sowohl in den materiellen Objekten der Museumssammlungen als auch im Wissen über diese Sammlungen und finde Ausdruck im immateriellen Kulturerbe in Form von Musik, Tanz, traditionellem Handwerk.

Mehr als jedes fünfte der 160 hessischen Museen ist in den Landkreisen Wetterau, Vogelsberg und Gießen beheimatet. Viele der 34 Einrichtungen der oberhessischen Museumslandschaft haben für die Besucher am 16. Mai spezielle Angebote und Führungen vorbereitet. Exemplarisch stellte die Leiterin des Grünberger Museums im Spital, Karin Bautz, die Angebote ihres  Hauses vor. Jeweils um 11 Uhr und 16 Uhr stellen freiwillige Mitarbeiter des Museums den Besuchern „ihr liebstes Stück” aus der Dauerausstellung vor. Um 12 Uhr und 17 Uhr werden unter dem Motto „kleine und große Schätze für das Museum“ museale Neuanschaffungen vorgestellt.  Um 13 Uhr und 15 Uhr bieten Schüler der Theo-Koch-Schule Interessierten eine Stadtführung „rund um das Museum“. Um 14 Uhr und um 15 Uhr werden unter dem Motto „Vom Kochtopf zum Kunstwerk - Kulturelle Vielfalt antiker Keramik“ Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung „Antike Kunst – aus der Sammlung der Justus-Liebig-Universität Gießen“ angeboten. In diesem Zusammenhang steht auch die Malaktion für Kinder von 4 bis 10 Jahren, die Teller und Tassen bunt verzieren können.

Die offizielle Eröffnungsveranstaltung des Museumstages der Museumslandschaft Oberhessen findet am 16.05.2010 um 11 Uhr im Museum der Stadt Butzbach statt. Ab 10 Uhr gibt es hier Führungen durch die Römerabteilung des Museums. Um 10 und 14 Uhr erzählt Museumsmitarbeiterin Ulrike von Vormann von „Kindern und Kindheit in Butzbach“. Ab 14 Uhr wird mit dem Butzbacher Künstlerkreis gebastelt und sich unter Motto „Kleider machen Leute“ kostümiert. Darüber hinaus ist die Sonderausstellung „Vom Geist der Freiheit in der KulturRegion Frankfurt Rhein-Main“ zu sehen.

Einen Überblick über sämtliche Veranstaltung gibt ein Flyer, der im Rahmen der Pressekonferenz vorgestellt wurde und der bei den Museen, den Kreis-, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, den Tourismusbüros sowie in den Sparkasse Oberhessen-Filialen und bei der ovag erhältlich ist. 

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Der Internationale Museumstag wird vom Internationalen Museumsrat (ICOM) seit 1977 jährlich ausgerufen. Er verfolgt das Ziel, auf die Bedeutung und die Vielfalt der Museen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig ermuntert er Besucherinnen und Besucher, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Nach dem großen Erfolg des Internationalen Museumstages im Jahr 2009 in Deutschland – mehr als 1.600 Einrichtungen empfingen zehntausende von Besuchern – sind auch in diesem Jahr die etwa 6.500 Museen bundesweit aufgerufen, sich mit Sonderführungen, Workshops, Wettbewerben, einem Blick hinter die Kulissen, mit Museumsfesten, langen Museumsnächten oder kostenlosem Eintritt am Internationalen Museumstag zu beteiligen. Seit 1992 wird der Museumstag zu einem jährlich wechselnden Motto veranstaltet. In Deutschland steht das Ereignis unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Bundesrates, Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Bürgermeister Jens Böhrnsen.

Einen Überblick über alle teilnehmenden Museen in Deutschland gibt es im Internet unter http://www.museumstag.de/museumsaktionen

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