Gesamtstrecke: 9,5 Kilometer, 100 Höhenmeter
Reine Gehzeit: zwei Stunden
Zum Teil feuchte und für Kinderwagen ungeeignete Wege.
Unsere heutige Wanderung führt uns auf römischen und mittelalterlichen Spuren, aber auch zu höchst neuzeitlichen Bauwerken. Die Anfahrt erfolgt über Altenstadt nach Limeshain/Rommelhausen.

Wir parken am Ortsausgang links am Sportplatz. Am Vereinshaus des Sportplatzes führt uns ein Pfad parallel zur Straße aus dem Ort heraus. Wir sehen wir schon die ersten Schilder eines Waldlehrpfades, der uns auch ein Stück des Weges begleiten wird. Wir sind gerade einmal 300 Meter gelaufen, da begegnen wir schon der ersten Attraktion unserer heutigen Wanderung. Dass die Römer in der Wetterau allenthalben ihre Spuren hinterlassen haben, das weiß jeder. Meist sind solche Hinterlassenschaften jedoch nur schwer zu erkennen und eher etwas für Spezialisten, wie Archäologen. Hier in Limeshain, der Name weist schon darauf hin, ist nicht nur der Limes verlaufen, hier wurde der römische Grenzwall ein kleines Stück rekonstruiert.
Die Wetterau war schon damals eine sehr begehrte Kulturlandschaft mit wertvollen Ackerböden, die sich die Römer sichern wollten. Der Grenzwall schützte einst die römische Kultur vor den barbarischen Germanen.
Wir wenden uns jetzt von der Straße ab und gehen einen langen Weg durch einen wunderschönen Mischwald. Der Limes verläuft hier rechts des Weges in Form einer rund ein Meter hohen Erhebung. Wir folgen dem bequemen Forstweg auf gut zwei Kilometer und überschreiten zwischendurch die Kreisgrenze und gehen ein Stück auf dem Gebiet des Main-Kinzig-Kreises.
Zwischendurch können wir noch ein schönes Kunstwerk des Wetterauer Kulturpreisträgers Jox Reuss bewundern. Er hat hier mitten im Wald ein römisches Schwert und Schild in beachtlicher Größe installiert. Bald kommen wir zur mächtigen Drususeiche, die den Namen des römischen Feldherrn trägt, der mehrere Feldzüge gegen germanische Stämme geführt hat.
Wir folgen unserem Weg noch ein kleines Stück bis wir uns am Waldrand scharf nach links wenden. Der Regionalpark RheinMain hat hier einen schönen Ruheplatz eingerichtet. Eine erste Pause bietet sich hier an. Dabei kann man schön über die Zeilen von Erasmus Alberus, dem großen Sohn der Wetterau, sinnieren. Er dichtete vor fast 500 Jahren über die Vergänglichkeit anhand des römischen Limes und die Zeit, die schließlich alles frisst. Im Falle des römischen Limes ist das freilich nicht so. Er ist von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Eine große Verpflichtung, nicht nur für die Wetterau, sondern für ganz Europa, dieses wertvolle Baudenkmal auch für folgende Generationen zu erhalten.
Wir gehen jetzt ein Stück am Waldrand und erleben einen kulturellen Kontrast sondergleichen: Links der Wald mit seinem Limes, der einst Römer und Germanen trennte. Rechts in einiger Entfernung hören wir die Autobahn, die heute die Menschen in Europa einander näher bringt. Wir passieren noch die Pferdekoppel und gehen dann ein Stück durch die freie Feldflur. Vor uns sehen wir das Gewerbegebiet von Langen-Bergheim. An der Hecke gehen wir links bis zu dem mit einer Mauer umgrenzten Grundstück. Hier wenden wir uns rechts und gehen auf einem geteerten Weg, auf dem wir bald die Autobahn überqueren.
Wir halten uns noch ein kleines Stück geradeaus und bewundern den herrlichen Blick in Richtung des Büdinger Hügellandes. Nach einem kleinen Stück macht der Asphaltweg einen Linksknick, dem wir folgen und dann in Richtung des Limeshainer Ortsteiles Himbach gehen. Hier stoßen wir auf eine weitere Attraktion des Weges, nämlich die Bonifatius-Route. Die Strecke, auf der der Leichnam des Schutzheiligen der Deutschen nach seiner Ermordung durch die Friesen von Mainz nach Fulda übergeführt wurde. Hier gehen wir nach links
Außer dem historischen Bezug bietet dieser Teil des Weges für den Genusswanderer freilich wenig - sieht man von einigen bizarren architektonischen Besonderheiten ab, denen man hier begegnet. Neben einem geräumigen Einfamilienhaus im Stil einer mittelalterlichen Trutzburg kommen wir an ein Stück chinesische Mauer mit Drachen und fernöstlichen Ornamenten. Wer die chinesische Küche liebt, sollte hier einkehren.
Wir überqueren ein zweites Mal die Autobahn und gleich dahinter an der Ampel die Landesstraße. Nach wenigen Metern weist uns ein Radwegeschild nach links in Richtung Langen-Bergheim. Wir folgen diesem Radweg gut einen Kilometer lang und kommen wieder in den Wald. An der ersten Kreuzung im Wald gehen wir an einem Amphibienteich rechts. Hier lässt sich trefflich rasten. Wenn unsere kleinen Mitwanderer noch Energie haben, können sie sich hier noch einmal so richtig austoben. Der hohe Buchenwald eignet sich wunderbar für schöne Versteckspiele. Wir gehen rund 500 Meter durch diesen Wald. An der zweiten Kreuzung gehen wir rechts und gleich wieder links auf einem kleinen Pfad, der uns nach wenigen Metern zum Auto führt.
Ein Erdwall, ein zwei Meter tiefer Graben und ein 2,50 Meter hoher Palisadenzaun erleichterten den Römern und ihren Hilfstruppen die Verteidigung ihres Gebietes.
Ein Erdwall, ein zwei Meter tiefer Graben und ein 2,50 Meter hoher Palisadenzaun erleichterten den Römern und ihren Hilfstruppen die Verteidigung ihres Gebietes.
Ein herrlicher Buchenwald wird heute durchwandert
Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH
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Christian Agne
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