
Limes news
Auf dieser Seite stellen wir news rund um den Limes im Wetteraukreis für Sie ein.
Mit dem Limesführer auf den Spuren des Welterbes 26.10.2007
Seit 2005 ist er Weltkulturerbe und verläuft allein in Deutschland auf einer Strecke von mehr als 550 Kilo-metern: Der Limes, die alte römische Grenze des antiken Weltreiches.
Mit dem Limesführer legen Hochtaunuskreis, Wetteraukreis und Saalburgmuseum eine Broschüre vor, die Lust macht auf Geschichte. Zahlreiche Abbildungen und kompakte Informationen geben Orientierung und sind Anreiz zu einer persönlichen Begegnung mit römischer Geschichte auf deutschem Boden. Am Sonntag stellen Landrat Rolf Gnadl und sein Amtskollege aus dem Hochtaunuskreis, Landrat Ulrich Krebs, auf der Saalburg den Limesführer vor.
Der Limes verläuft auf seiner mehr als 550 Kilometer langen Strecke auf deutscher Seite durch vier Bundesländer. Eine der schönsten und am besten erhaltenen Strecken zieht sich von Glashütten im Hochtaunuskreis bis zum Ober-Mörler Ortsteil Langenhain im Wetteraukreis. Auf 60 Seiten vermittelt der Limesführer einen Vorgeschmack darauf, was Radler und Wanderer entlang der historischen Route erwartet. Die Strecke vom Dattenbach bis nach Ober-Mörlen wird in fünf Einzeletappen mit kurzen und wesentlichen Informationen beschrieben. Zwischenstationen sind Rotes Kreuz, Sandplacken, Saalburg und Kapersburg, die sich neu saniert in einer archäologischen Parklandschaft zeigt.
Neben einer Einführung zum Limes, dem Welterbe am Taunus, hat der Limesführer grundlegende Auskünfte zu Startpunkt, Ziel, Höhenunterschied und Länge der jeweiligen Strecke parat. Wesentlicher Bestandteil sind historische Details. Zum Beispiel über das Feldbergkastell, das Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus als so genanntes Numeruskastell für eine kleine Besatzung von rund 150 Mann gebaut wurde, die - so eine Inschrift - aus dem heutigen Ungarn stammte. Das Kastell wurde 2004 bis 2005 saniert, die Badeanlage freigelegt und erstmals für Besucher sichtbar gemacht. Kleine Exkurse über die römische Kornkammer Wetterau, über Limestürme und Kastelle vervollständigen den Führer. Beim Lesen erfährt man auch, dass die Zivilsiedlungen, die sich um die Kastelle bildeten, nicht selten Keimzellen späterer Städte waren. „Der Limesführer macht Geschichte begehbar, beschreibt er doch anschaulich die Relikte einer Zivilisation und Kultur, die sich über beinahe zwei Jahrtausende erhalten haben“, so die beiden Landräte Krebs und Gnadl. Auch dem Gaulskopf ist ein Abschnitt gewidmet. Hier waren bei Ausgrabungen Reste eines großen römischen Wachturmes gefunden worden. Neben dem Originalstandort wurde in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Rekonstruktion eines Limeswachturms eingeweiht.
Der Limesführer ist nach dem Museums- und dem Kirchenführer die dritte Broschüre, die der Hochtaunuskreis herausgibt. Er ist das Ergebnis einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen Hochtaunuskreis, Wetteraukreis und Saalburgmuseum. Die konzeptionelle und redaktionelle Federführung der Broschüre lag beim Fachbereich Kultur des Hochtaunuskreises. Texte und Bilder stammen von Dr. Thomas Richter-Emde, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Saalburg, und Dr. Jörg Lindenthal, Kreisarchäologe des Wetteraukreises. Die Broschüre ist auch ins Englische übersetzt und wird in einer Auflage von 20.000 Exemplaren herausgegeben. Sie ist kostenlos bei den Kreisverwaltungen, Städten und Gemeinden beider Kreise erhältlich. Außerdem liegt sie im Römerkastell Saalburg, den Museen in Friedberg, Butzbach und Echzell, dem Hessenpark und dem Freizeitpark Lochmühle aus.


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