Klarheit über persönliche und unternehmerische Ziele

Wie klar kennen Sie Ihre Ziele? 90 Prozent meiner Kunden beantworten diese Frage mit „gut“. Doch je genauer man nachfragt, desto dünner werden die Aussagen.

„Na ja, wir wollen im nächsten Jahr expandieren. Es läuft gerade die Markteinführung eines neuen Produkts.“ Doch Ihr Banker will es genauer wissen – unternehmerisch wie persönlich!

Klarheit der Ziele bedeutet: Ziele schriftlich fixieren und sauber formulieren. Sonst verkommen sie schnell zur reinen Absichtserklärung. Ein Beispiel:

Absichtserklärung: „In Zukunft wollen wir mehr Umsatz machen.“
Eine klare Definition erreichen Sie mit der SMART-Formel. Was bedeutet SMART?
Spezifisch – Messbar – Anspruchsvoll – Realistisch – Terminiert

Spezifisch:
Das Ziel wird von Ihnen genau beschrieben.

Messbar:
Die Zielerreichung muss messbar sein.

Anspruchsvoll:
Das Ziel sollte Sie zu besonderen Leistungen anspornen.

Realistisch:
Die Hürde, die Sie überwinden müssen, sollte hoch liegen – aber erreichbar.

Terminiert:
Das konkrete Erreichungsdatum liegt fest.

Für unternehmerische Ziele könnte diese folgendermaßen aussehen:
Ein kleines Unternehmen stellt fest: Unsere Gewinne sinken, während die Kosten steigen. Dadurch rutscht der Betrieb in die Verlustzone und macht eine dringend überfällige Ursachenanalyse. Das Ergebnis: Kunden kennen nicht sämtliche für sie relevanten Produkte, wodurch ein Umsatz von ca. 25 Prozent brach liegt.

Auf der Kostenseite hingegen existiert ein Einsparungspotential von 5 Prozent.
Würden beide Bereiche optimiert, ergäbe sich ein Jahresgewinn von 100.000 Euro.

Wie setzt der Inhaber des Unternehmens dieses Ergebnis um?
Er formuliert nach der SMART Methode sein Ziel:

„Im Wirtschaftsjahr 2008 erzielen wir einen Gewinn von 100.000 €.“

Und dann das erste Etappenziel:

„Bis 31.03.2008 kennen alle Kunden alle wesentlichen Produkte meines Unternehmens.“

Er legt die Maßnahmen, mit denen diese erste Etappe erreicht werden kann, in einem Aktivitätenplan fest:

Pos.

Aktivität

zu erledigen bis

zu erledigen von

1

Analyse durchführen: Welche Produkte wurden von welchen Kunden in welcher Stückzahl in den letzten 12 Monaten gekauft?

15.03.2008

Abteilung
Vertrieb

2

Die Produkte aus Pos. 1 analysieren nach dem günstigsten Deckungsbeitrag.

15.03.2008

Controlling

3

Liste der Kunden erstellen, die Produkte aus Pos. 2 noch nicht kaufen.

15.03.2008

Abteilung
Vertrieb

4

Erstes Gespräch mit einem Marketingunternehmen über geplante Marketingmaßnahmen führen

10.03.2008

Geschäftsleitung und Vertriebsleitung

5

Marketingunternehmen erstellt Konzept, wie der Bekanntheitsgrad der Produkte aus Pos. 2 gesteigert werden kann

20.03.2008

Marketingunternehmen

6

Erarbeitete Marketingmaßnahmen umsetzen

31.03.2008

entsprechende
Abteilungen

7

Überprüfen, ob Marketingmaßnahmen Wirkung zeigen

15.04.2008

Controlling

8

2. Überprüfung, ob Marketingmaßnahmen Wirkung zeigen

28.04.2008

Controlling

9

Produktion überprüfen und gegebenenfalls aufgrund des geänderten Bestellverhaltens der Kunden umstellen

15.04.2008

Produktionsleitung

10

2. Überprüfung der Produktion

28.04.2008

Produktionsleitung

11

Mitarbeiter über die Maßnahmen informieren

10.03.2008

Geschäftsleitung

12

Mitarbeiter über Maßnahmen/Ergebnisse informieren

20.03.2008

Geschäftsleitung

13

Mit den Mitarbeitern der entsprechenden Abteilungen abstimmen, wer welche Aufgaben des Marketingkonzepts übernimmt.

23.03.2008

Vertriebsleitung

14

Analyse: Welche Schritte liefen gut, bei welchen sind Verbesserungen notwendig?

05.04.2008

Vertriebsleitung

15

Verbesserungen mit den jeweiligen Mitarbeitern besprechen und Umsetzungspläne erarbeiten

07.05.2008

externer Berater und Vertriebsleitung

16

3. Überprüfung der Produktion (vgl. Pos. 9 + 10) durchführen

20.05.2008

Produktionsleitung

17

Alle Beteiligten über die bisher gewonnenen Erkenntnisse informieren in Form von Veränderungstabellen für das 1. Quartal

10.06.2008

Geschäftsleitung und Controlling

18

Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter sammeln, analysieren und Umsetzung festlegen

15.06.2008

externer Berater und Mitarbeiter

Das zweite Etappenziel heißt:

„Bis 31.03.2008 sind die fixen Kosten um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert.“

Der Unternehmer legt auch hierfür die Maßnahmen fest, mit denen dieses zweite Etappenziel erreicht werden kann:

Pos.

Aktivität

zu erledigen bis

zu erledigen von

1

Anhand der Kostenanalyse darstellen, wo das größte Einsparungspotential besteht

15.03.2008

Controlling

2

Mit den entsprechenden Abteilungen Workshops durchführen, wie die Einsparungen umgesetzt werden können

20.03.2008

externer Berater

3

Kontrollieren, ob die einzelnen Maßnahmen umgesetzt werden

10.04.2008

Controlling

4

Kontrollieren, wie sich die Einsparungen bereits ausgewirkt haben (in Euro)

28.04.2008

Controlling

5

Korrekturmaßnahmen dort einleiten, wo es die gewünschten Einsparungen noch nicht gab

10.05.2008

Geschäftsleitung

6

Wenn von Mitarbeitern einzelne Aktivitäten nicht umgesetzt wurden, Einzelgespräche mit diesen Mitarbeitern führen und gemeinsam erarbeiten, wie diese unterstützt werden können

15.05.2008

externer Berater Geschäftsleitung

7

Gespräche wie Pos. 6 jeden Monat (am 15.) führen

15. jeden Monats

Geschäftsleitung

8

Monatlich überprüfen, wie sich die Maßnahmen kostenmäßig auswirken

jeden Monat

Controlling

9

Monatlich Korrekturmaßnahmen besprechen

jeden Monat

Geschäftleitung und Controlling

10

Monatlich die Mitarbeiter über erfolgreiche Kosteneinsparungen informieren

jeden Monat

Geschäftsleitung

Diese Ziele werden unter anderem erreicht, weil sie mit den entsprechenden Abteilungen abgestimmt und von den Mitarbeitern akzeptiert wurden. Mit klar festgelegten Zielen ist es eindeutig einfacher, die notwendigen Aktivitäten mit den einzelnen Abteilungen abzustimmen. Und jeder Mitarbeiter weiß, wohin das Unternehmen steuert – nämlich wieder in die Gewinnzone.

Und Ihr Banker? Der ist beeindruckt von der Klarheit und Zielstrebigkeit Ihres Unternehmens und seiner Führungspersonen. Sie sind ein verlässlicher Partner!

Autor:

Willi Kreh
Dieselstraße 23
61191 Rosbach v. d. Höhe

Willi Kreh ist Steuerberater und BankStrategieBerater. In 5 Phasen auf Augenhöhe mit der Bank durch eine solide strategische Vorbereitung. Er unterstützt Unternehmer, schnell, dauerhaft und vor allem wirkungsvoll auf Augenhöhe mit ihrer Bank zu verhandeln

SUCHE

KONTAKT

Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH
Hanauer Str. 5 | 61169 Friedberg

Christian Agne XING

Tel: +49 (0) 6031. 692144
Fax: +49 (0) 6031. 692159

E-Mail: info@wfg-wetterau.de

weitere Kontaktmöglichkeit auch per Videokonferenz:

Skype:

Facebook Tungle me - Online-Terminvereinbarung mit der Wirtschaftsförderung Twitter Youtube Channel Google Plus

FEEDBACK

Geben Sie uns Ihr Feedback

Ihre Bewertung für diese Seite: