
Forschung
Bei Innovationen weit vorne
Dass Weltfirmen wie JVC, Subaru oder Fresenius von ihrem Standort Wetterau aus technische Neuerungen am Markt einführen, scheint nicht außergewöhnlich. Aber es sind eben nicht nur die „Großen“, die mit ihrem Know-how und Innovationsgeist erfolgreich sind. Gleich zwei Wetterauer Unternehmen konnten 2008 die Jury des Hessischen Innovationspreises von ihren Produkten überzeugen und schafften mit ihnen den Sprung auf das Siegertreppchen. Die Innovatherm Prof. Dr. Leisenberg GmbH + Co. KG in Butzbach wurde für ihr Produkt „Kontinuierlicher Schachtofen zur Herstellung von Kohleanoden in der Aluminiumindustrie“ mit dem 2. Preis bedacht. innovatherm projektiert, erstellt und wartet weltweit Anlagen zur Modernisierung und Produktivitätssteigerung von Ofenanlagen für die industrielle Erzeugung und Wärmebehandlung von Metallen (Anodenherstellung, Gießereianwendungen, Zinkdestillation). Außerdem liefert innovatherm Systeme und Komponenten für Ofen- und Trocknungsanlagen und bearbeitet kundenspezifische Aufgabenstellungen zur Optimierung der Prozesse und der Produktqualität in der keramischen Industrie. Auch der 3. Preis ging in die Wetterau. Hoffmann Air Cargo Equipment GmbH aus Friedberg wurden für ihre„Ultraleichten Hightech-Luftfrachtnetze aus Dyneema®-Fasern mit Haken aus Magnesium-Legierungen“ ausgezeichnet. „Mit dem Preis machen wir auch in diesem Jahr herausragende Beispiele im Innovationsgeschehen unseres Landes sichtbar und zeichnen unternehmerische Kreativität aus“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel bei der Preisverleihung im Frankfurter Main-Tower In die Bewertung wurde erstmals neben Innovationsgrad, Markttauglichkeit und Marktpotential auch die Umweltwirkung von Produkten und Verfahren als Kriterium aufgenommen.
Neues Forschungszentrum entsteht
Auch medizinische Grundlagenforschung auf wissenschaftlichem Spitzenniveau hat in der Wetterau ihren Platz. Voraussichtlich im Sommer 2009 wird das neu errichtete Forschungszentrum des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung (W.G.Kerckhoff- Institut) in der Bad Nauheimer Ludwigstraße seine Arbeit aufnehmen. 85 Wissenschaftler und Servicemitarbeiter werden dann in mehreren Forschungsgruppen über Umbau- und Entwicklungsprozesse von Herz, Lunge und Blutgefäßen forschen. Das Forschungszentrum ist ein wichtiger Baustein des neuen „Hessischen Zentrums für Herz-, Lungen- und Rheumaforschung“, das seit 2005 gemeinsam von der Max-Planck-Gesellschaft und der Stiftung William G. Kerckhoff in Bad Nauheim betrieben wird. Der Verbund bietet nicht nur exzellente Bedingungen für die Grundlagenforschung, sondern sorgt durch den direkten Informationsaustausch auch für eine schnellere Anwendung der Ergebnisse in Klinik und Ausbildung. Die Wissenschaftler des Forschungszentrums kooperieren dabei mit der Kerckhoff-Klinik und den medizinischen Fakultäten der Universitäten Frankfurt und Gießen. Die Rekrutierung des wissenschaftlichen Personals ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Neben der geschäftsführenden Direktor Professor Thomas Braun als Abteilungsleiter des Forschungsbereichs „Entwicklung und Umbau des Herzens“ und Professor Werner Seeger („Entwicklung und Umbau der Lunge“) konnte mit Professor Stefan Offermanns ein weiterer Spitzenwissenschaftler für die Arbeit im Bad Nauheimer Max-Planck-Institut gewonnen werden. Der Pharmakologe geht den Ursachen von Gefäßerkrankungen nach. Mit der Etablierung des neuen Max-Planck-Institutes konnte Bad Nauheim seine Position als Topadresse im Bereich der medizinischen Forschung einmal mehr bestätigen.


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