Echzell-Bisses: Rund um den Wannkopf

Unsere heutige Wanderung eignet sich für besonders heiße Tage, weil sie durch einen der schönsten und größten Wälder der zentralen Wetterau führt: den Echzeller Wald.

Anfahrt: über Echzell in Richtung Bisses.
Weglänge: knapp zehn Kilometer, 120 Höhenmeter.

An der nach links abknickenden Bundesstraße halten wir uns geradeaus. Nach ungefähr 200 Metern kommen wir an einen Parkplatz, wo wir unser Auto abstellen.

Wir halten uns am Waldrand in Richtung des Echzeller Ortsteiles Bisses. Wir gehen rund einen Kilometer am Waldrand entlang, um dann rechts in den Wald einzutreten.

Auf dem geschotterten Forstweg ist man auch mit Kinderwagen oder Kinderrädchen ganz gut unterwegs. Der überwiegende Teil der Strecke wird so bleiben, nur auf kleinen Strecken wird es etwas holpriger.

Verlaufen kann man sich auf unserer heutigen Wanderung eigentlich gar nicht. Wir gehen jetzt immer geradeaus, lassen den Georgenteich, der vom örtlichen Angelverein betreut wird, links liegen und dann leicht bergan um den Wannkopf herum.

Der Wannkopf war in der Jungsteinzeit, ca. 4.400 bis 3.500 v. Chr., Standort einer Siedlung der Michelsberger Kultur. Diese war während der Jungsteinzeit im westlichen Mitteleuropa, westlich des Rheins, verbreitet und hat ihren Namen nach der Ausgrabungsstätte auf dem Michaelsberg (Michelsberg) nahe Bruchsal.

Von der Siedlung auf dem Wannkopf ist freilich nichts mehr zu sehen. Auch die Hügelgräber, denen wir nachher noch begegnen, haben mit dieser Kultur nichts zu tun.

Wir treten aus dem Wald heraus und haben einen herrlichen Blick auf den Niddaer Stadtteil Geiß und den am Horizont liegenden Vogelsberg. Die Bebauung direkt vor uns gehört zu den Schleifelder Höfen.

Wir gehen jetzt einen guten Kilometer am Waldrand entlang und genießen den herrlichen Blick. Wenn wir linker Hand die ersten Gebäude der Schleifelder Höfe erblicken, wenden wir uns nach rechts in den Wald hinein.

An der zweiten Kreuzung wenden wir uns nach links, um dann wieder nach rund 400 Metern nach rechts zu gehen. Wir überqueren die Autobahn A 45 und gehen jetzt nur noch geradeaus, um zu unserem Auto zu kommen.

Zuvor sehen wir auf der rechten Seite noch kleinere Aufschlüsse von Basaltvorkommen, die einst als Steinbrüche genutzt wurden. Kurz vor Ende unserer Wanderung sehen wir auf beiden Seiten noch deutliche Überreste von steinzeitlichen Hügelgräbern.

Nach Abschluss der Wanderung sollte man unbedingt noch das Museum in Echzell (geöffnet sonntags von 10:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr) besichtigen. Schwerpunkt des Museums ist die archäologische Abteilung, in der die hier gefundene Jupitersäule ausgestellt wird.

Schön ist auch die evangelische Kirche, die zu großen Teilen auf römischen Fundamenten eines Badegebäudes ruht. Eine Alternative sind zwei schöne Eisdielen in Echzell oder ein Besuch der guten und preiswerten Gastronomie in der rund 6.000 Einwohner zählenden Gemeinde.


Ein der größten Wälder der zentralen Wetterau bietet sich zu erholsamen Wanderungen an

  
Ein Muss, wenn man Echzell besucht ist die Kirche und das Museum mit der Jupitersäule


Ein Muss, wenn man Echzell besucht ist die Kirche und das Museum mit der Jupitersäule


Ein Muss, wenn man Echzell besucht ist die Kirche und das Museum mit der Jupitersäule


Im Echzeller Ortteil Bingenheim steht das Schloss, das heute von einer Einrichtung für behinderte Menschen bewirtschaftet wird.







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